Langsam wird die Luft dünn für die Gamescom, die unter heftigen Diskussionen als ehemalige Games Convention von Leipzig nach Köln wechselte. Dass Branchenriesen wie Microsoft, Nintendo, THQ, oder SEGA für 2012 abgesagt haben und Sony bis zur letzten Sekunde mit der Zusage wartete, macht deutlich, dass man sich für die nächste Gamescom beim Veranstalter Koelnmesse etwas einfallen lassen muss. Wenn es überhaupt eine Gamescom 2013 geben wird!
Laut einem internen Prüfungsbericht der Koelnmesse wird die weltweit größte und für Konsumenten geöffnete Messe für interaktive Unterhaltung als »
verlustbringendes Geschäft« klassifiziert. Darin heißt es, die Messe fahre ein Minus von 565.000 Euro ein und es wird empfohlen »
die strategische Notwendigkeit der defizitären Veranstaltung zu prüfen.«
Oh oh!
Messe-Sprecher Franko Fischer sagt:
Die "Gamescom" übertrifft unsere Erwartungen mit positiven Deckungsbeiträgen.«
Selbst wenn das stimmt, wird hinter vorgehaltener Hand von den Publishern bzw. Ausstellern der hohe Kostenaufwand für Standmiete und Logistik beklagt. Dies scheint auch einer der Gründe zu sein, weshalb Microsoft und Co. für dieses Jahr abgesagt haben und auf eigene Events zur Promotion setzen. Sollte sich an der Kostenstruktur bis nächstes Jahr nichts ändern, stellt sich wohl ein letztes Mal die Existenzberechtigung für das Event.
Wir hoffen das Beste und sind der Meinung, wir brauchen in Deutschland ein Leit-Event für die Branche. Natürlich muss dieses aber finanzierbar bleiben.
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