eSport als olympische Disziplin? Jeder Vierte in Deutschland ist dafür

Counter-Strike, FIFA oder League of Legends bei den olympischen Spielen? Fast jeder vierte Bundesbürger (23 Prozent) kann sich das vorstellen. Unter den Befragten, die selbst Video- und Computerspiele spielen, liegt die Zustimmung sogar bei 40 Prozent. Das ergab eine repräsentative Befragung im Auftrag des Digitalverbands Bitkom im Vorfeld der Olympischen Spiele in Rio, die am 5. August beginnen.

Insbesondere Jüngere sehen olympisches Potential im elektronischen Sport. In der Generation der 14- bis 29-Jährigen können sich 38 Prozent vorstellen, dass eSport in naher Zukunft als olympische Disziplin anerkannt wird. Unter den Gamern in dieser Altersgruppe ist es fast die Hälfte (45 Prozent).

„eSport hat sich in den letzten Jahren enorm professionalisiert“, sagt Timm Lutter, Bitkom-Bereichsleiter für Consumer Electronics & Digital Media. „Wie die Teilnehmer traditioneller olympischer Disziplinen müssen auch eSportler eine extrem schnelle Reaktionsfähigkeit, taktisches Geschick und strategisches Denken mitbringen.“

eSport-Bitkom-Befragung-Olympia2016

Bislang erkennt der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) eSport nicht als offizielle Sportart an. Er argumentiert unter anderem damit, dass der elektronische Sport von seinen Spielern nicht die notwendige motorische Aktivität erfordert, um als Sport bezeichnet werden zu können. Diese Ansicht teilt die Games-Branche nicht. Verbände wie die Electronic Sports League (ESL) setzen sich bereits seit Jahren national und international für die Anerkennung und Förderung von eSport ein und schreiben ein einheitliches Regelwerk fest. Schon jetzt füllen Gaming-Turniere und Meisterschaften ganze Stadien mit Tausenden Zuschauern. Auf die Gewinner warten meist hohe Preisgelder.

Inzwischen haben die ersten traditionellen Sportvereine das große Potential des eSport erkannt und suchen den Brückenschlag. So hat zum Beispiel der Bundesligist FC Schalke 04 damit begonnen, seine Nachwuchsförderung auf den elektronischen Sport auszuweiten. In einigen Ländern, darunter Brasilien, dem Austragungsland der diesjährigen Olympischen Spiele, ist eSport bereits offiziell als Sportart anerkannt. In Deutschland sind wir diesbezüglich leider noch Entwicklungsland und nicht offen genug.

Ich bin seit 2004 Chefredakteur und Leiter von GamePire. Als Evil Genius hinter den Kulissen und Gaming/Tech-Nerd gehört FIFA für mich nach 15 Jahren in der Gaming-Industrie immer noch genauso jedes Jahr zu den Highlights wie krachende Action- und Horror-Games oder super-schnelle Racing-Titel. Über innovative Hardware freue ich mich immer sehr und bin zudem ausgesprochener Fan der VR-Technologie. Auf Social Networks bin ich zuhause! See you there!

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