Anzahl der Bewertungen: 0

Was wäre, wenn unsere größten Helden zu unserer größten Bedrohung würden? Mit Injustice: Götter unter uns erwartet euch im neusten Prügelspiel der NetherRealm Studios, den Vätern der bekannten Mortal-Kombat-Reihe, genau dieses Szenario. Das Spiel wartet mit einer Geschichte rund um die Superhelden und Bösewichte der DC Comics auf; wie z.B. Batman, Cyborg, The Flash, Harley Quinn, Nightwing, Solomon Grundy, Superman oder Wonder Woman. Wir haben uns in die Arenen bekannter Kultschauplätze geworfen und die Fähigkeiten der DC-Charaktere auf die Probe gestellt. Was dabei heraus kam, lest in nun...
Super coole Story für Comic-Fans der Superhelden
Und es macht Boom! Die Story von Injustice ist eine der Stärken des Spiels, was nicht wirklich verwundert, denn diese stammt aus der Feder der bekannten Autoren Justin Gray und Jimmy Palmiotti. Die beiden waren zuvor unter anderem an einigen Marvel-Umsetzungen oder der Dead Space Animated Series beteiligt und führen euch nun kreuz und quer über die Kultschauplätze der DC Comics wie Batmans Bathöhle und Supermans Festung der Einsamkeit.
Die Handlung beginnt mit einem Metropolis, das in Schutt und Asche liegt. Initiiert wurde das Ganze durch einen atomaren Angriff des Jokers, dessen Flucht jedoch misslingt und der sich daher im Verhör von Batman und Superman wiederfindet.
Über diverse Zwischensequenzen wird die Story vorangetrieben und was zuvor noch Fragen aufwarf und aus der Sicht eines bestimmten Charakters verwirrend wirkte, macht aus den Augen eines anderen Kämpfers der 24 Charaktere umfassenden Kämpferriege plötzlich Sinn. Überhaupt wird die gesamte Kampfkonstellation im Verlauf der Geschichte hervorragend erklärt, denn jeder Kenner der Comics weiß, dass etwa der Joker in einem direkten Schlagabtausch gegen kaum einen der Schurken und Helden eine Schnitte hätte. Genaueres wollen wir dazu jedoch nicht verraten, das müsst ihr schon selbst erleben.
Das gibt ordentlich Dresche!
Ein wirklich tiefgreifendes und filigranes Kampfsystem bietet Injustice: Götter unter uns nicht, man kann daher eher von einem Brawler für ein möglichst weites Spektrum von Spielertypen statt von einem Beat 'em up für Vollprofis sprechen. Damit wird der Titel zum einen sehr einsteigerfreundlich und zum anderen ermöglicht dieses Kampfsystem auch zusammen mit der grandiosen Story-Brücke eine überaus gelungene Balance, die insbesondere in Prügelspielen einen erhöhten Stellenwert einnimmt und für den Spielspaß immens wichtig ist.
Zu der besagten Balance tragen auch die individuellen Angriffe und Spezialfähigkeiten eines jeden Charakters bei, die entweder auf Technik-Gadgets wie bei Batman oder auf wirkliche Superkräfte wie dem Hitzeblick von Superman oder der enormen Geschwindigkeit von Flash basieren und unter den Charakteren eine sehr ausgeglichene Wirkung entfalten. So ist jeder Charakter für jeden Fan der Original-Comics sofort an seinen Bewegungen sowie Angriffen erkennbar und nicht nur am Aussehen, was für jede Menge Authentizität sorgt.
Für die Spezialangriffe müsst ihr jedoch zuerst euer Super-Meter aufladen, doch dann könnt ihr eure Kontrahenten bei richtigem Einsatz sogar durch weitere Ebenen der Kampfarenen prügeln und natürlich gehörigen Schaden anrichten. Kaum zu glauben, aber auch Superhelden empfinden Schmerz, wenn sie mit dem Gesicht durch Wände gedrückt werden. Spektakulär ist das Ganze definitiv, auf Dauer verliert der Effekt allerdings ein wenig von seiner Wirkung. Zuerst sehr cool, arten auch die benutzbaren Objekte in den Arenen besonders mit mehreren Spielern schnell zu einem kleinen Hüpf-Wettrennen aus, doch auf der anderen Seite bringt dieses Feature auch viel Spaß in die Kämpfe.
Für eine verlängerte Spieldauer sorgen hingegen die fast 250 zusätzlichen Herausforderungen, die es zu meistern gilt und bei denen man zum Beispiel Passanten mit dem Hitzeblick von Superman beschützt. Damit können sich vor allem Solo-Spieler längere Zeit beschäftigen, am meisten Laune macht Injustice: Götter unter uns trotzdem, wenn man Freunden vor einer Konsole oder auch online gepflegt die Visage polieren kann. An einer Konsole spielen zwei Spieler gleichzeitig, online nehmen sogar bis zu acht Spieler teil.
Spektakuläres Kräftemessen
Injustice: Götter unter uns macht technisch eine gute Figur, haut jedoch niemanden mehr aus den Socken. Dafür laufen das spektakulär inszenierte Kampfgeschehen und die Animationen der Superhelden flüssig und die Arenen überzeugen durch feine Details wie zerstörbare Umgebungen und mehreren Ebenen. Der Sound hat mächtig Wumms und der Soundtrack unterstreicht eindrucksvoll das Superhelden-Thema. Insgesamt erwartet euch also ein technisch sauberer Titel mit einer gelungenen Steuerung (die unserem Geschmack nach mit dem PS3-Pad etwas direkter funktioniert) und brachialen Soundeffekten, wie es sich für gepflegte Schläge auf die Fresse gehört.
Du musst in My GP eingeloggt sein, um Comments eintragen zu können.