Dead Space 3
Dead Space 3
Gewalt und Splatter nach Anleitung! Dead Space 3 in unserem Test!
12.02.13 um 15:02 von Stefan
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Der Horror nimmt kein Ende! In Dead Space 3 bekommt es Isaac Clarke wieder mit den angsteinflößenden Necromorphs zu tun. Entwickler Visceral Games hatte die Dead Space-Reihe um eine Singleplayer-Kampagne voller Terror und dem Gefühl der Isolation erschaffen und insbesondere dieser Faktor sorgte für die herausragende Horror-Atmosphäre, die die Dead Space-Marke zusammen mit seinem Kampfsystem zum aktuellen König des Survival-Horror machte.
Als im letzten Jahr für Dead Space 3 die Einführung eines Koop-Modus angekündigt wurde, musste man um die gewohnte und geliebte Dead Space-Atmosphäre und das Gefühl der Isolation bangen. Würde Visceral Games etwa die Stärken seiner Horror-Reihe aus den Augen verlieren und einen Koop-Modus, der sich negativ auf die Singleplayer-Kampagne auswirken und dennoch ein schnell vergessenes Feature darstellen würde, integrieren?
Im Gegenteil! Wieso Visceral Games fast alles richtig macht, die Singleplayer-Wurzeln der Reihe sogar noch stärkt, das Unmögliche möglich macht - nämlich eine perfekte Integration des Koop-Modus - und mit Dead Space 3 einen der bislang besten Action- und Survival-Horror-Titel kreiert, verraten wir euch im ausführlichen Test!

Echt jetzt?
Ingenieur und Pechvogel Isaac Clarke steht erneut im Mittelpunkt der Handlung. Nach dem durch den Marker, einem alten Alienartefakt, das zunächst für Wahnsinn und später für eine Necromorphismus genannte Verwandlung sorgt, hervorgerufenen Schrecken, hat sich Isaac von der Gesellschaft abgewandt. Plötzlich wird Isaac jedoch von Unitology, einer dem Marker verschriebenen Sekte, zum Tode verurteilt und entsprechend gejagt.
Die Handlung hat jedoch ein paar raue Ecken und wirkt in einigen Punkten auffällig konstruiert und weit hergeholt. Isaac, nunmehr Marker-Experte, wird gebeten, auf dem Eisplaneten Tau Volantis dem Signal des Markers und dem Verschwinden einer Forschungsexpedition auf dem Planeten auf den Grund zu gehen, was der größte Fettnäpfchentreter des Universums verständlicherweise zunächst ablehnt, nach einmaliger Erwähnung des Namens Elli - einer weiteren Überlebenden der Ereignisse in Dead Space 2 und Freundin von Isaac - aber plötzlich ohne nähere Erklärung der Umstände zustimmt. Warum kann Isaac gerade jetzt nicht schnell genug die Reise antreten, obwohl er sich zuvor doch von der Gesellschaft sowie auch von Elli abwandte? Natürlich geht bei der Suche alles schief, was schief gehen kann.
Obwohl sich die Handlung von Dead Space 3 trotzdem insgesamt packend, spannend und gruselig präsentiert und mit bombastischer Action inszeniert wird, muss man dennoch daran zweifeln, dass die Geschehnisse auf Tau Volantis tatsächlich 200 Jahre unentdeckt blieben, so wie es dem Spieler eine ganze Prolog-Sequenz verkaufen will. Auch dass die zur Untersuchung nach Tau Volantis geschickte Mannschaft mit ihrem Wissen über den Marker und die Necromorphs dann noch dermaßen überrascht sind, kann man nicht wirklich glauben. Anders als in Dead Space 2 bleibt Isaac und dessen Charakterentwicklung darüber hinaus relativ flach und er zeigt sich oftmals in sich gekehrt. Er kommt nur selten aus sich heraus und es scheint als habe Visceral Games seine Entwicklung als Charakter eingestellt und nicht mehr viel hinzuzufügen. Dies bleibt aber schon fast der größte Kritikpunkt des Spiels.

Geschaffen, um zu vernichten: Gewalt und Splatter nach Anleitung!
Visceral Games hat die ohnehin schon gute Shooter-Mechanik der Vorgänger in Dead Space 3 weiter optimiert und so fühlt sich das Zielen, Schießen und die gleichzeitige Bewegung inklusive der neuen Ausweichrolle von Isaac in Dead Space 3 noch direkter an. Dadurch lassen sich die vielen Necromorphs, die sich gleichzeitig auf dem Bildschirm tummeln, besser handhaben als je zuvor. Necromorphs stellen aber nicht die einzige Herausforderung dar, oftmals kommt es darauf an, die Gegner, die Zero-Gravity- und Vakuum-Areale zusammen zu bewältigen und diverse Gefahren gleichzeitig im Auge zu behalten. Der Fokus der Kämpfe ist weiterhin das sogenannte Dismemberment, also das Abtrennen der Gliedmaßen von Gegnern. Dabei gilt es gleichzeitig, mit mehreren angreifenden Gegnern umzugehen. Die Necromorphs bieten euch meist keine spezifischen Schwachstellen und so könnt ihr den schnellen Angriffen nur entkommen, wenn ihr ihnen Arme und Beine abschießt, um sie zunächst auszubremsen und dann endgültig zu vernichten. Der Nachteil beim Abtrennen der Gliedmaßen ist gleichwohl, dass dabei auch Mutationen bei den ekeligen Viechern auftreten können.
Beim Dismemberment helfen euch die diversen Waffen, die bestens dafür geeignet sind, Gliedmaßen rasiermesserscharf abzutrennen. In Dead Space 3 wurde das aus den Vorgängern bekannte Wirtschaftssystem mit Energieknoten zum Verbessern der Ausrüstung verworfen, stattdessen sammelt ihr mit Isaac nun Ressourcen, aus denen ihr Upgrades für euren RIG-Anzug oder Gegenstände wie Heilmittel selbst anfertigen könnt oder ihr baut euch Waffen-Upgrades oder komplett neue Waffen zusammen. Isaac kann zwar nur noch zwei Waffen gleichzeitig mit sich führen, das neue Waffen-Crafting erlaubt es euch jedoch, Waffen vom Rahmen über Feuer- oder Elektrizitätsschaden bis zur horizontalen oder vertikalen Abschussausrichtung selbst zu erstellen. Eure Waffen könnt ihr sogar an jeder Werkbank wieder auseinandernehmen und in neuen Konfigurationen wieder zusammenzubauen, solltet ihr neue Teile gefunden haben. Zudem lassen sich Waffen kombinieren und am unteren Slot einer bestehenden Waffe kann somit ein zweites Waffenmodul befestigt werden. Maschinengewehr samt Granatwerfer? Kein Problem mehr! Wo man sich in den Vorgängern oft für eine Waffe entschieden hatte, die gegen die Necromorphs sicher zu funktionieren schien, animiert Dead Space 3 den Spieler durch das Waffen-Crafting regelrecht zum Experimentieren. Schnell kommt eine Sammelwut auf, wie man sie von Diablo kennt. Man durchkämmt jeden Gang, jede Ecke und wählt nicht automatisch den einfachsten Weg. Stets keimt die Hoffnung, neue Teile zur Verbesserung des Anzugs oder für eine noch stärkere Waffen-Konfiguration zu finden. Daher nimmt man auch gerne Herausforderungen wie die optimalen Nebenmissionen an, da diese am Ende oft einen Bonus versprechen, der meistens aus neuen Ressourcen besteht.
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 Facts
Name: Dead Space 3
Aktuell betrachtet:
Von uns getestet für:
Hersteller: Visceral Games/Electronic Arts
Genre: Action-Survival-Horror
Spieler: 1-2 (kooperativ)
HDTV bis zu: 1080p
PS Network: Online-Spiele/Content-Download
Altersfreigabe: Keine Jugendfreigabe gemäß §14 JuSchG
Sprache/Texte: Deutsch
Geeignet für: Action- und Horror-Anhänger, Fans der Dead Space-Reihe.
Release:08.02.13
 Pro + Cons
 PRO:
+ Kristallklare Optik
+ Feine Licht-/Partikeleffekte
+ Superbes Sounddesign
+ Ausgezeichnete Inszenierung
+ Dismemberment macht ausgesprochen viel Spaß
+ Direktes Kampfsystem
+ Spektakuläre Schauplätze
+ Geniales Waffen-Crafting
+ Lädt zum Experimentieren ein
+ Unglaublich motivierend
+ Herausragend integrierter Koop-Modus
+ Drop-in/Drop-Out-Koop-Modus
+ Singleplayer- vom Koop-Modus nicht beeinflusst
+ Ingenieursrätsel für Koop-Modus angepasst
+ Stärken der Reihe herausgearbeitet
+ Optionale Missionen
+ Unterschiedliche Schwierigkeiten/Spiel-Modi
 CONTRA:
- Kaum neue Gegner
- Vieles wirkt bekannt
- Story erscheint konstruiert/teils unlogisch
- Aufgaben-Prinzip wiederholt sich schnell
- Gefühl der Isolation bröckelt im Koop-Modus
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