Dead Space 3
Dead Space 3
Gewalt und Splatter nach Anleitung! Dead Space 3 in unserem Test!
12.02.13 um 15:02 von Stefan
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Es können nie genug Blut und Gliedmaßen umher fliegen
Über das ergreifende Gefühl der Macht durch die aus dem Waffen-Crafting stammenden Ballermänner hinaus, stehen euch für den Kampf auch noch das Stase- und das Kinese-Modul zur Verfügung. Mittels Stase verlangsamt ihr die neuen wie leider größtenteils auch bekannten Gegner und habt dadurch mehr Zeit, mit der Zerstückelung und das Abtrennen der Gliedmaßen loszulegen. Mittels Kinese hebt ihr Gegenstände ohne direkten Kontakt auf und könnt diese auf den Gegner schleudern. Dank durchschlagender und cooler Kombinationen der selbstgebauten Waffen aus dem Waffen-Crafting, Stase und Kinese sowie der hervorragenden Shooter-Mechanik belohnen die Gefechte den Spieler ab der ersten Sekunde mit außerordentlichem und ausgezeichnetem Spaß. Das Kampfsystem in Dead Space 3 ist hervorragend wie nie zuvor in der Geschichte der Dead Space-Spiele und erhebt den dritten Teil auch aufgrund der bombastischen inszenierten Action-Sequenzen in den ehrwürdigen Status, einer der besten Action- und Survival-Horror-Titel zu sein.

Aus diesem Grund macht auch der New Game+-Modus soviel Spaß, den ihr nach dem ersten Durchspielen freischaltet und dann unbedingt anwählen solltet. In diesem Modus dürft ihr das Spiel erneut starten, allerdings mit dem Inventar und den Waffen, die ihr am Ende des ersten Durchgangs im Besitz hattet. Damit macht das Splattern und Auseinandernehmen der Necromorphs noch mehr Spaß! Weitere Modi sorgen für zusätzliche Herausforderungen: Im Classic-Modus spielt sich Dead Space 3 wie das erste Dead Space-Spiel, der Koop-Partner kann euch im Kampf nicht unterstützen, die Steuerung wurde entsprechend zurückgesetzt und das Waffen-Crafting ist nicht verfügbar. Waffen werden hier wieder mit Bauplänen hinzugefügt. Während die Gegner im Survival-Modus keine Munition, Health-Packs und andere Ressourcen fallen lassen und ihr alles selbst herstellen müsst, hat Isaac im Hardcore-Modus kein Ersatzleben und es gibt keine Speicherpunkte. Stirbt der Ingenieur, ist das Spiel gescheitert.

Der Horror-Thrill bleibt bei Dead Space 3 erhalten, dennoch rückt Action stärker in den Fokus und auch die Ingenieursrätsel nehmen eine etwas zentralere Position ein. Während eures Horror-Tripps müsst ihr immer wieder Gerätschaften und teils riesige Maschinenapparaturen reparieren oder Systeme hacken, komischerweise jedes Mal genau am gegenüberliegenden und weit entfernten Ende des Areals, in dem ihr euch derzeitig aufhaltet. Bei jenen Aufgaben helfen euch auch eure Stase- und Kinese-Module, mit denen ihr beispielsweise Maschinen verlangsamt, um an diesen vorbei zu kommen, oder um Generatoren aufzuladen oder Teile auszutauschen. Das Ganze hat Visceral Games cool inszeniert, doch leider folgen viele Rätsel und Aufträge schnell diesem extrem simplen wie auch durchschaubaren Prinzip oder Isaac wird dazu häufig zum Heranschleppen von Gegenständen missbraucht. Durch die optionalen Missionen werden glücklicherweise einige Hintergründe und weiteren Geschehnisse der Handlung näher beleuchtet und die Spielzeit erhöht sich auf 15 bis 18 Stunden.
Visceral Games schafft es wirklich gut, auch über die weitläufigeren und spektakulären Schauplätze die Story zu vertiefen. Ob ihr euch auf einem Raumschiff befindet oder in einer der Einrichtungen auf Tau Volantis, alle Areale wecken durch ihre Präsentation und der Einführung von Charakteren mit Hilfe der bekannten Text- und Audio-Logs das Interesse des Spielers, was diesem Charakter wohl zugestoßen sein könnte und was sich an diesen blutverschmierten und grausamen Orten wohl zugetragen hat.

Und was ist mit dem Koop-Modus?
Die Dead Space-Reihe wurde, wie eingangs erwähnt, um eine angsteinflößende Singleplayer-Kampagne herum konzipiert und Visceral Games hat tatsächlich das Unmögliche geschafft und dieses Spielgefühl trotz des neuen Drop-in/Drop-out Koop-Modus gänzlich konserviert. Ihr könnt also jederzeit einen Freund in euer Spiel einladen und so gemeinsam gegen die Necromorphs in den Kampf ziehen. Dies beeinflusst den gewohnten Singleplayer-Modus aber in keinster Weise. Dass Dead Space 3 überhaupt einen Koop-Modus bietet, würdet ihr nicht mal bemerken, wenn ihr nicht von dessen Existenz wüsstet. Das Einzige, was auf den Koop-Aspekt hinweist, sind zwei Plätze, um einige Geräte im Spiel zu nutzen und zu bedienen, etwa die Werkbänke zum Bauen und Modifizieren der Waffen und Items. Dead Space 3 vermeidet ein schlechtes Koop-Design und integriert das gemeinsame Spielen auf nahezu perfekte Weise, ohne die beklemmende Atmosphäre und das gewohnte Gefühl beim Spielen der Singleplayer-Kampagne anzutasten.
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 Facts
Name: Dead Space 3
Aktuell betrachtet:
Von uns getestet für:
Hersteller: Visceral Games/Electronic Arts
Genre: Action-Survival-Horror
Spieler: 1-2 (kooperativ)
HDTV bis zu: 1080p
Xbox Live: Online-Spiele/Content-Download
Altersfreigabe: Keine Jugendfreigabe gemäß §14 JuSchG
Sprache/Texte: Deutsch
Geeignet für: Action- und Horror-Anhänger, Fans der Dead Space-Reihe.
Release:08.02.13
 Pro + Cons
 PRO:
+ Kristallklare Optik
+ Feine Licht-/Partikeleffekte
+ Superbes Sounddesign
+ Ausgezeichnete Inszenierung
+ Dismemberment macht ausgesprochen viel Spaß
+ Direktes Kampfsystem
+ Spektakuläre Schauplätze
+ Geniales Waffen-Crafting
+ Lädt zum Experimentieren ein
+ Unglaublich motivierend
+ Herausragend integrierter Koop-Modus
+ Drop-in/Drop-Out-Koop-Modus
+ Singleplayer- vom Koop-Modus nicht beeinflusst
+ Ingenieursrätsel für Koop-Modus angepasst
+ Stärken der Reihe herausgearbeitet
+ Optionale Missionen
+ Unterschiedliche Schwierigkeiten/Spiel-Modi
 CONTRA:
- Kaum neue Gegner
- Vieles wirkt bekannt
- Story erscheint konstruiert/teils unlogisch
- Aufgaben-Prinzip wiederholt sich schnell
- Gefühl der Isolation bröckelt im Koop-Modus
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