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Im Jahre 2001 veröffentlichte das finnische Studio Remedy einen Action-Titel, der eine emotionale Geschichte erzählen, gleichzeitig aber auch eine Inszenierung mit Style bieten sollte. Das Ergebnis war Max Payne, das sich um den gleichnamigen Cop aus New York drehte, dessen Familie ermordet wurde und der daher auf Rachefeldzug ging. Außerdem führte man die Bullet-Time ein, durch die der Spieler die Zeit verlangsamen und zu ähnlich coolen Aktionen wie in den Matrix-Filmen greifen konnte. Mit Max Payne 2: The Fall of Max Payne führten die Entwickler die Geschichte um die andauernde Talfahrt im Leben von Max 2003 zusammen mit den Entwicklern von Rockstar Vienna weiter und trieben die coolen Manöver und Zeitlupen-Kills auf die Spitze.
Nach Jahren des Wartens ist Max Payne zurück und steht nun vor den Trümmern seines Lebens. Rockstar Games hat Max Payne 3 dieses Mal bei Rockstar Vancouver entwickelt, doch kann das neue Entwicklerteam mit Max Payne 3 nach der langen Zeit seit dem letzten Teil an die Qualität der damaligen Games anknüpfen? Es kann! Rockstar Games hat es wieder getan und zeigt der Konkurrenz, wie man eine packende Story in einem Action-Spiel richtig erzählt!
Wenn es immer noch tiefer geht...
Seit Max Payne 2 sind einige Jahre vergangen. Nach dem Mord an seiner Familie ging es mit dem Leben des ehemaligen Polizisten stetig bergab. Max ist nach seiner schweren Tablettensucht körperlich am Ende und nun als Sicherheitsberater in Sao Paulo tätig und beschützt die Familie des reichen Immobilienmoguls Rodrigo Branco. Auf einer Party platzen dann plötzlich maskierte Männer herein und versuchen den Unternehmer zu entführen, was Max unter Einsatz seines Lebens noch so eben verhindern kann. Kurz darauf haben es die offenbar gleichen Typen auf die gutaussehende Tochter seines Auftraggebers abgesehen…
Eine packende und emotionale Story kommt in Gang, die von Max rückblickend kommentiert wird, was stilistisch sehr gut zum Verlauf des Lebens von Max Payne passt, der ab und an auch Situationen mit Hinblick auf seine hinterher verbesserte Informationslage beschreibt und dabei gleichzeitig immer einen coolen und zynischen Spruch auf den Lippen hat. Rockstar Games nutzt für die Sequenzen, die die Story laufend vorantreiben, außerdem Splitscreen-Optiken, ähnlich denen aus TV-Serien wie "24", und zeigt das Geschehen so beispielsweise einige Zeit simultan aus mehreren Perspektiven, während manche Bildausschnitte bei wichtigen Ereignissen als Standbild eingefroren werden. Im Gegensatz zu den Vorgängern gibt es also keine Comic-Zwischensequenzen mehr, dafür ist der jetzige Stil aus InEngine-Videos und Splitscreens an den alten Comic-Stil angelehnt. Farbfilter und Text-Einblendungen verpassen Max Payne 3 zudem einen individuellen Look. Mit solchen Stil-Mitteln schafft es Rockstar Games, den Spieler mit der Story einzufangen wie dies kaum ein Action-Titel schafft.
Lasset die Waffen sprechen
Max Payne 3 ist ein lupenreiner Third-Person-Shooter und so lauft ihr mit Max durch die beeindruckenden aber linearen Level und stolpert von einem Waffenschlagabtausch zum nächsten. Dabei gilt es meist alle Widersacher im aktuellen Abschnitt auszuschalten, was mit einer brutalen Zeitlupe untermalt wird, wenn ihr den letzten Gangster niedergestreckt habt. Darauf folgt wieder eine der atmosphärisch sehr gelungenen Zwischensequenzen, doch dieses Schema zieht sich so ungebrochen durch das gesamte Spiel, dass es im weiteren Verlauf leider ein wenig vorausschaubar wird.
Trotz der vorherrschenden Schusswechsel und Action ist in Max Payne 3 mehr Taktik nötig als man es aus den Vorgängern kennt. Die oft in größeren Gruppen auftauchenden Gegner verteilen sich sehr gut über die gesamte Umgebung, gehen in Deckung, wechseln ihre Deckung oder Flankieren euch. Natürlich steht euch die Bullet-Time wieder zur Verfügung, die ihr durch Kills aufladen und anschließend die Zeit verlangsamen könnt. Hilfreich im Kampf gegen die diversen Schergen ist für Max auch der Shootdodge. Dies ist ein Hechtsprung, den Max in alle Richtungen ausführen kann, um so in Zeitlupe den gegnerischen Kugeln auszuweichen und selbst jede Menge Blei durch die Luft zu jagen. Dank der Euphoria-Engine wirken die Animationen und die Physikberechnungen dabei enorm realistisch, nichtsdestoweniger fällt Max Payne auch gerne mal unglücklich auf die Nase und braucht eine gewisse Zeit, um wieder richtig aufzustehen. Seine Gegner warten bis dahin natürlich nicht. Darüber hinaus bleibt man insbesondere in ganz engen Levels aufgrund einer teilweise etwas grob wirkenden Kollisionsabfrage schnell an Ecken, Kanten und Gegenständen hängen.
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