Mass Effect 3
Mass Effect 3
Der Kampf um die Erde hat begonnen! Das würdige Finale der Mass Effect-Trilogie?
11.04.12 um 15:56 von Stefan
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Wie schon bei Mass Effect 2 kann man in Mass Effect 3 ebenfalls den Spielstand des Vorgängers importieren, wodurch sich die Entscheidungen und Ereignisse in beiden Vorgänger bis in Mass Effect 3 durchziehen, was noch viel umfangreichere Konsequenzen sämtlicher je getroffener Entscheidungen ermöglicht. Jene von euch erlebten Momente gehen inhaltlich im dritten Teil somit nicht verloren.
Wer keinen Spielstand hat, kann einen ganz neuen Charakter erstellen und dabei ein paar Entscheidungen treffen, die weitere Folgen haben. Wer jedoch die ganze Tragweite dieser Entscheidungen verstehen will, sollte konsequenterweise zuerst Mass Effect, Mass Effect 2 und erst dann Mass Effect 3 spielen. Egal wie: Es ist unglaublich, wie es BioWare schafft, eure individuell erlebten Geschehnisse über eine ganze Trilogie zu retten und auch ohne vorherigen Spielstand eine epische Geschichte zu erzählen. Die Bewahrung des Spielstandes ist aber wohl ein wichtiger Grund, warum die Mass Effect-Reihe von den Fans so geliebt wird.

Sei dir deiner Stärken bewusst
In weiten Teilen orientiert sich Mass Effect 3 an seinem direkten Vorgänger und führt nicht so radikale Änderungen ein wie Mass Effect 2 im Vergleich zu Mass Effect. Mass Effect 3 bietet hingegen kleinere Änderungen. So wurde beispielsweise das Scannen der Planeten nach Mineralien größtenteils entfernt, was zuvor lediglich zum Strecken der Spielzeit hergehalten und euch zwischen den Missionen wieder ein wenig aus dem Bann der fesselnden Story gerissen hat. BioWare hat damit im dritten Mass Effect-Anlauf überflüssige Features entfernt oder geändert und hat die Stärken wie die Action, das Story-Telling oder die Atmosphäre und die gelungene Inszenierung unterstrichen.
Daneben gibt es neue Features wie die Waffenupgrades, die eure Spielerfahrung merklich vertiefen. Während eurer Missionen findet ihr neue Waffen wie auch Waffenteile, die ihr später auf der Normandy montieren dürft. So haben die Waffen vorgefertigte Upgrade-Slots, die ihr mit den gefundenen Technologien ausfüllen dürft. Mit diesen stabilisiert ihr etwa eure Waffen und erhöht so die Treffsicherheit, es gibt aber viele weitere Teile wie etwa für größere Magazine, schnelleres Nachladen oder auch für erhöhten Schaden.
Andere Änderungen sind etwas weniger gelungen und so fallen beispielsweise die Nebenmissionen nicht mehr ganz so fesselnd aus wie noch bei den Vorgängern. Es wird schon deutlich, dass BioWare den Fokus des Spielers auf das Finale der Haupthandlung lenken und die Situation des Universums am Abgrund und die unmittelbare Bedrohung durch die Reaper bekräftigen wollte. Folgt man dieser Hauptgeschichte, liefert Mass Effect 3 voll ab, packt euch und zieht euch von Anfang bis Ende durch das Spiel. Doch widmet man sich intensiv den Nebenquests, die man wirklich überall aufgabeln kann, plätschert das Ganze im Vergleich dazu ein wenig dahin. Es ist also nicht jeder Eingriff von BioWare zu Gold geworden, doch unter dem Strich haben die Entwickler die meisten langweiligen Aspekte, die den Fokus von den Kernstärken der Serie abschweifen ließen, planiert und haben die Spieltiefe mit Systemen wie den Waffenupgrades an der richtigen Stelle noch vertieft.

Shoot! Shoot! Shoot!
Hauptbestandteil von Mass Effect 3 als Shooter-Rollenspiel ist immer noch das deckungsbasierte Rennen in Kombination mit den intensiven Shoot-Outs. Zu Beginn des Spiels dürft ihr jedoch zunächst eure bevorzugte Art festlegen, wie ihr Mass Effect 3 spielen wollt. Dabei habt ihr die Wahl zwischen Action-, Rollenspiel- oder Story-Fokus, was eure Spielerfahrung etwas beeinflusst.
Garniert wird das Ganze von weiteren kleinen Änderungen. Shepard kann nun über kleinere Abgründe springen, so dass sich die Steuerung dynamischer und weniger steif anfühlt als in Mass Effect 2. Geblieben ist jedoch die Auswahl der Waffen und Fähigkeiten über die bekannten Kreis-Menüs, in denen ihr auch für eure Team-Mitglieder die entsprechenden Einstellungen vornehmen könnt. Auch könnt ihr weiterhin manuelle Befehle an eure Crew vergeben, wenngleich die Team-K.I. eigenständig größtenteils einen guten Job macht, sich hin und wieder aber auch etwas zu passiv verhält. Taktisches Geschick kann dennoch nicht schaden, denn mit der Rambo-Methode werdet ihr nur die wenigsten größeren Kämpfe überleben. Es gibt im dritten Teil nun aber auch mehr vertikale Ebenen als in den Vorgängern, was die Kämpfe auf mehrere Ebenen verteilt und man darauf achten muss, nicht von höher gelegenen Ebenen des Levels diverse Schusssalven zu kassieren.
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 Facts
Name: Mass Effect 3
Aktuell betrachtet:
Von uns getestet für:
Hersteller: BioWare/Electronic Arts
Genre: Shooter-RPG
Spieler: 1-4 (online)
HDTV bis zu: 1080p
Xbox Live: Onlinespiele/Ranglisten/Content-Download
Altersfreigabe: Ab 16 Jahren gemäß §14 JuSchG
Sprache/Texte: Deutsch
Geeignet für: Shooter- und Action-Fans sowie Fans der Reihe und Story-Liebhaber.
Release:08.03.12
 Pro + Cons
 PRO:
+ Super Inszenierung
+ Hervorragende Action
+ Import des Vorgänger-Spielstands
+ Große Tragweite getroffener Entscheidungen
+ Epische Story
+ Konzentration auf Stärken der ME-Reihe
+ Waffenupgrades
+ Mehr Tiefe an den richtigen Stellen
+ Langweilige Features wurden entfernt
+ Unverwechselbare Charaktere
+ Packende Atmosphäre
+ Coole Fähigkeiten
+ New Game+ Modus
+ Diverse Nebenmissionen
+ Koop-Multiplayer-Modus
+ Genialer Sound
+ Gut funktionierende Kinect-Unterstützung
 CONTRA:
- Nebenquests weniger interessant als in ME2
- Leichte Framerate-Drops
- Kamera nicht immer optimal
- Nur rudimentäre Rollenspielelemente
- Charakter-Entwicklung fehlt Komplexität
- Ende für einige enttäuschend
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