The Witcher 2: Assassins of Kings
The Witcher 2: Assassins of Kings
Der Nachfolger zum Rollenspiel-Hit aus dem Jahre 2007 im Test.
25.06.11 um 02:32 von Thomas
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Entscheidungen für das Leben
Ein besonders ausgeprägtes Feature im Spiel ist es, Entscheidungen zu treffen, die für den späteren Verlauf der Geschichte weitreichende Folgen haben sollen. In der Tat gibt es bei The Witcher 2 eine ganze Reihe solcher Entscheidungen, die jedoch später sehr unterschiedliche Gewichtungen haben. Einerseits gibt es Quests, in denen man sich für eine Sache entscheiden muss (oder man unterlässt eine Handlung), was an bestimmten Stellen allerdings nur reine Staffage ist. Andererseits muss Geralt sich des Öfteren für die Dienste zweier unterschiedlicher Parteien entscheiden, was wiederum einen wesentlich größeren Anteil am späteren Handlungsverlauf hat. Die größte Entscheidung gilt es dann vor dem zweiten Kapitel zu treffen, denn hier entscheidet sich, wo das zweite Kapitel überhaupt stattfindet. Die meisten Charaktere und Nebenquests sind folglich je nach getroffener Wahl völlig andere, während der Spieler die Gebiete außerhalb bereisen darf und die Lager der jeweils anderen Partei verschlossen bleiben.
Obendrein verlaufen die Storyfäden immer noch zumindest partiell parallel. So gibt es auch Quests, die sich zwar von den Charakteren und dem Hintergrund unterschiedlich spielen, aber von der Mechanik stets gleich bleiben. Die Geschichte lässt sich somit zwar nicht komplett ändern, dennoch können sich die Entscheidungen derart gravierend auswirken, dass es The Witcher 2 in dieser Hinsicht locker mit jedem anderen Rollenspiel aufnehmen kann und sich sogar völlig unterschiedliche Situationen ergeben. Außerdem bringt die Story auch immer mehr Licht in die Vergangenheit des Hauptcharakters, was Fans sicherlich freuen wird.
Besonders schön sind zudem die Nebenaufgaben, deren Lösungen meist mehr als einen Weg erlauben, aber sich zumindest auf die Haupthandlung leider wenig bis gar nicht auswirken. Dennoch merkt man The Witcher 2 viel Liebe zum Detail an und ebenso, dass CD Project RED die Hausaufgaben in Sachen Haupt- und Nebenhandlung definitiv gemacht hat.

Verbessertes Kampfsystem
Eine sehr sinnvolle Erneuerung ist das im Vergleich zum ersten Teil überarbeitete Kampfsystem. Hier geht es nicht mehr nur um das rechtzeitige Klicken mit der Maus, um zeitig bestimmte Angriffsketten zu komplettieren, sondern um das Hack 'n' Slash-Prinzip. Dass The Witcher 2 dennoch nicht in eine Ecke mit dem Blizzard-RPG Diablo gestellt werden muss, liegt daran, dass es ab dem mittleren Schwierigkeitsgrad durchaus taktischer Tiefe bedarf, um große Boss-Kämpfe oder die Massen an Gegner zu bekämpfen.
So sind Gruppenkämpfe schon allein deswegen herausfordernd, weil die Gegner meist keine einfachen Hau-weg-Männchen sind, sondern allesamt Feinde mit individuellen Verhaltensmustern. In Konstellationen der unterschiedlichen Gegnertypen kann das schon zu recht interessanten Gefechten führen. Außerdem muss beim Metzeln der Gegner stets darauf geachtet werden, die Menschen mit dem festen Stahlschwert und die Monster wiederum mit der flinken Silberklinge zu bekämpfen. Wem das noch nicht reicht, der kann sich bei Bomben bedienen oder eben fünf verschiedene Zaubermächte nutzen, die den Gegnern sprichwörtlich einheizen. Darüber hinaus können Tränke nicht mehr einfach so inmitten des Kampfes konsumiert werden, sondern müssen an bestimmten Stellen verabreicht werden. Zusätzlich vergiftet jeder Trank Geralt ein wenig, weshalb man bestimmte Trankkombinationen vor jedem Kampf überprüfen sollte. Viel mehr taktische Tiefe geht für ein Action-basiertes Rollenspiel kaum noch und trotzdem bleibt der Schwierigkeitsgrad dabei immer moderat. Größte taktische Finesse ist nämlich nur auf dem höchsten Schwierigkeitsgrad benötigt: Die Balance stimmt somit.
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 Facts
Name: The Witcher 2: Assassins of Kings
Aktuell betrachtet:
Von uns getestet für:
Hersteller: CD Project RED/Namco Bandai Games
Genre: Action-Rollenspiel
Spieler: 1
HDTV bis zu: -
Speicher: min. 16.0GB Festplattenspeicher
Altersfreigabe: Ab 16 Jahren gemäß §14 JuSchG
Sprache/Texte: Deutsch
Geeignet für: Liebhaber komplexer und erwachsener Rollenspiele.
Release:17.05.11
 Pro + Cons
 PRO:
+ Packende Geschichte
+ Hoher Wiederspielwert
+ 30+ Stunden Spielspaß
+ Entscheidungen mit spürbaren Auswirkungen
+ Unterschiedliche Enden
+ Überaus atmosphärisch
+ Beeindruckende Technik
+ Erstklassige Animationen
+ Wuchtige Sound-Kulisse
+ Gut synchronisierte Sprecher
+ Ausgiebige Charaktererstellung
+ Toll inszenierte Schlachten
+ Übersichtlichere Menüs
+ Viele gute Nebenaufträge
+ Sehr gutes, taktisches Kampfsystem
+ Unterhaltsame Boss-Kämpfe
+ Sinnvolles Item-Crafting
 CONTRA:
- Enttäuschender letzter Akt
- Teils ungenaue Maussteuerung
- Kleine K.I. Aussetzer
- Wenig nützliche Beutestücke
- Hohe Systemanforderungen
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