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Im Oktober 2008 hat Sony den von Media Molecule entwickelten ersten Teil veröffentlicht und auch ein Handheld-Ableger auf der PSP hat im Jahr 2009 für Aufsehen gesorgt. LittleBigPlanet (LBP) ist wohl einer der erfolgreichsten PlayStation-Exklusivtitel und ein definitiver Must-Have-Titel für alle PS3-Besitzer, denn dieses Spiel hat es geschafft, auch ohne die Darstellung von Gewalt, ohne hochkomplexe Spielszenarien und ohne eine hochgradig realistische Grafik und Physikdarstellung eine Community um sich zu scharen, wie es wohl kaum ein anderes Spiel bisher erreicht hat.
Eine gute Mischung der verschiedensten Altersgruppen und Genre-Liebhaber spielt auch heute noch den ersten Teil, der durch seinen revolutionären Editor und viele Download-Inhalte immer wieder aufgepeppelt wurde. Waren es zum Verkaufsstart lediglich 50 Level auf der Disc, so gibt es heute bereits über 2 Millionen von der Community kreierte Level. Allein dies ist ein unglaublich positives Feedback für die Entwickler. Egal ob als Party-Spiel, Casual Game oder einfach nur, um sich kreativ auszutoben: LittleBigPlanet und unser kleiner Freund Sackboy finden einen Platz in unseren Herzen oder zumindest auf vielen unserer Konsolen…
Wie will Sony das toppen?
Die Aufgabe, den ersten Titel von LittleBigPlanet durch einen Nachfolger zu toppen, kann keine einfache Anforderung gewesen sein und doch scheint sich ein sinnvolles Erfolgsrezept einzuschleichen. Wenn etwas so nahe an der Perfektion zu sein scheint, warum viel ändern? Warum nicht auf dem aufbauen, was Hunderttausende von Spielern gut finden und lieben. Die Entwickler haben es geschafft ein Spiel zusammenzustellen, zu dem ich in diesem Genre vom kreativen Standpunkt aus keine nennenswerte Konkurrenz benennen könnte.
Das Spielkonzept hinter LittleBigPlanet 2 ist ebenso einfach zu beschreiben wie beim Vorgänger: Wir haben ein grundsolides Jump 'n' Run-Spiel mit einer leider zu kurzen Story, einem mächtigen Editor, der uns hilft, Ideen und Phantasien in den Grenzen der Kunstwelt zu realisieren.
Die ersten Schritte in eine neue Welt…
Ihr mögt es bereits herausgelesen haben, dass sich meine Begeisterung für die LittleBigPlanet-Welt nicht wirklich in Worte fassen lässt. Als ich das Spiel in den Händen hatte, habe ich es quasi direkt in die PS3 geworfen, um zu sehen, ob sich die lange Wartezeit gelohnt hat. Und ich wurde nicht enttäuscht! Beim ersten Start erhält man sofort die Begrüßung "Hey, ich kenne dich!", das Profil des ersten Teils wird geladen und wir befinden uns im neuen Spiel mit unserem "alten" Sackboy, inklusive allen Stickern, Dekos und den Kostümen, die wir im ersten Teil sooo lange gesammelt haben. Durch ein kleines Tutorial lernen wir die Grundbewegungen (Laufen, Springen, Festhalten) nochmals zu beherrschen und die wohl wichtigste und am meisten erwartete Neuerung: "Mit der Hüfte kreisen!". Ich glaube damit habe ich alles gesehen… Nun kann unser Sackboy seine Arme frei bewegen, seine Mimik bewegen und mehr oder weniger anständige Bewegungen mit der Hüfte vollziehen.
Dieses Mal mit Story
Am Anfang steht natürlich das Böse, Dunkle und Ungewisse. Die Kunstwelt ist in größter Gefahr, denn das Böse hat einen Namen – das Negativitron – und säubert die Kunstwelt in Form eines riesigen und irgendwie mies gelaunten Staubsaugers von allem, was sich ihm in den Weg stellt.
Als neuestes Mitglied der Allianz stellen wir dem Negativitron in sechs verschiedenen Welten nach, die jeweils in fünf Level und eine Reihe von Bonus-Level aufgeteilt sind, welche wir durch das Einsammeln von Geheimschlüsseln freischalten können.
Warum Bewährtes ändern?
Der Spielablauf des ersten Teils hat sich grundsätzlich nicht verändert. Wie in jedem klassischen Jump 'n' Run laufen, springen und schwingen wir vom Startpunkt bis zum Ende des Levels, müssen hier und da kinderleichte Rätsel lösen, um zur nächsten Ebene zu gelangen und sammeln Bonuspunkte, neue Kostüme und Deko-Objekte in Form von Seifenblasen ein. Extra-Punkte gibt es je Level, wenn wir nicht sterben, das Level erfolgreich beenden oder alle enthaltenen Bonusobjekte gesammelt haben. Die Steuerung unseres Sackboy ist hierbei zum Teil ein wenig schwammig geraten, aber an diese Steuerung konnte man sich bereits im ersten Teil ausgiebig gewöhnen und fragt man die Entwickler, so ist die Steuerung nicht verkehrt, sondern genau so gewollt.
Vom Ablauf her bleibt also alles beim Alten. Die Story selbst lässt sich in unter drei Stunden durchspielen, aber für die die Fans geht es gerade dann erst richtig los. Die genannten Boni je Level (nicht sterben, alle Objekte sammeln) kosten noch einiges an zusätzlicher Zeit, da nicht jedes Objekt trivial zu finden und offensichtlich zu bekommen ist.
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