Anzahl der Bewertungen: 0

Es gibt wohl kaum ein Studio, das wie BioWare fast schon ein Synonym für überragende Rollenspiele ist. Ende 2009 erst hat BioWare dies erneut durch die Veröffentlichung des Fantasy-Titels Dragon Age: Origins unter Beweis gestellt, kurze Zeit später steht mit Mass Effect 2 nun schon das nächste Rollenspiel-Highlight aus der genialen Entwicklerschmiede im Handel. Anders als Dragons Age: Origins ist Mass Effect 2 allerdings ein Spiel, dass im Sci-Fi-Sektor angesiedelt ist und auch spielerisch mehr Züge eines Shooters aufweist. Ob BioWare mit Mass Effect 2 ein weiteres Mal abliefert oder ob das Sci-Fi-Spektakel enttäuscht? Wir haben uns die Xbox 360-Version geschnappt und klären euch auf!
Zusammengeflickt und zurück im Leben
Zwei Jahre sind vergangen, seitdem Commander Shepard die Reaper, eine fiese Alienrasse, zurückdrängen konnte und dabei einige Mitstreiter zurücklassen musste. Am Anfang von Mass Effect 2 wird Shepards Schiff, die Normandy, angegriffen und zerstört, wobei Commander Shepard leider ums Leben kommt. Dennoch lässt sich unser Held nicht unterbuttern und wird mit modernster Technologie wieder zusammengeflickt. Shepard ist also zurück! Kaum hat er seine Gedanken jedoch geordnet, steht auch schon die nächste Bedrohung vor der Tür…
Es werden nämlich ganze Kolonien der Menschen an Randsystemen der Galaxie ausgelöscht und es stellt sich heraus, dass dies das Werk der Kollektoren ist. Diese Insektenrasse fällt wie ein Schwarm rücksichtslos über die Menschen her und sammelt deren Biomasse ein, doch was sie damit planen, wird natürlich erst nach und nach klar.
Selbstverständlich kann Commander Shepard als gefeierter Held nicht untätig zusehen und stellt sich ein Team zusammen, um den Biestern als intergalaktischer Kammerjäger auf den Pelz zu rücken. Dafür muss er auch mit der zwielichtigen Cerberus Organisation zusammenarbeiten, gegen die er im ersten Teil noch gekämpft hatte und dabei abscheuliche Experimente aufgedeckte. Cerberus wird zudem von einem unheimlichen Mann geleitet, der der Unbekannte genannt wird und durch aktuellste Technologie und jede Menge Geld die Wiederauferstehung von Shepard erst möglich machte.
Loyalität wird belohnt
Um gegen die nahende Bedrohung antreten zu können, bedarf es ein schlagfertiges Team unter der Leitung unseres Commanders und so stellt sich die Story zunächst als sehr überschaubar dar, denn wie schon im ersten Teil verbringt ihr einen Großteil der Spielzeit damit, Spezialisten und Verbündete zu rekrutieren. Die Meisten stehen euch zunächst skeptisch gegenüber und daher muss Shepard zuerst durch bestimmte Gefälligkeiten deren Vertrauen gewinnen. Es gilt dann etwa eine Person zu rekrutieren, die sich tatkräftig mit dem Scharfschützengewehr einer Belagerung durch Söldner erwehrt, wobei ihr natürlich Unterstützung leisten könnt.
Doch bevor es auf die Suche nach geeignetem Gefolge geht, muss zunächst mal euer persönlicher Charakter erstellt werden. Die sechs zur Verfügung stehenden Basisklassen besitzen zum Spielstart nur sechs Fähigkeiten, die ihr kontinuierlich verbessern dürft, so dass die Soldaten-Klasse die Gegner beispielsweise schneller in Brand setzen oder deren Schilder zerstören kann, der Techniker kann wiederum Drohnen einsetzen.
Shepard erhält per Upgrade später sogar noch eine weitere Fähigkeit und kommt damit auf sieben, während euren Kollegen maximal vier zu steigernde Talente zur Verfügung stehen, die in lediglich vier Stufen ausgebaut werden können. Diese kann Shepard zwar auch anwenden, doch erst wenn ihr genug Loyalität aufgebaut habt, schaltet sich die vierte Fähigkeit der Kameraden frei. Leider ist darüber hinaus die Waffenauswahl der einzelnen Klassen sehr eingeschränkt und obwohl Mass Effect 2 sehr auf Action setzt, kann nur die Hälfte aller Klassen überhaupt mehr als zwei Waffen tragen. Der Wächter beispielsweise beherrscht nur Maschinenpistolen und normale Pistolen, was bei dem Ganzen jedoch mehr verwundert, ist die Tatsache, dass Shepard im Gegensatz zu seinem Team immer schwere Kanonen nutzen kann, egal welche Klasse man gewählt hat.
Wie ihr zudem sicherlich im Vorfeld mitbekommen habt, könnt ihr einen Spielstand des ersten Mass Effect importieren. Allerdings muss man mit dem Commander trotzdem komplett neu starten, da dieser schließlich tot war und wiederbelebt wurde. Er erhält nach dem Import allerdings zusätzliche Erfahrung und Geld, was natürlich immer willkommen ist.
Wer also reichlich Action mag, der sollte beim ersten Anlauf die Soldaten-Klasse wählen und direkt bei einem höheren Schwierigkeitsgrad einsteigen, denn die Kämpfe sind schon auf "normal" verhältnismäßig einfach und es fehlt ein wenig der Anspruch. Auf den höheren Schwierigkeitsgraden aber rennt man dann von Deckung zu Deckung, springt über Hindernisse, ballert sich seinen Weg frei, wählt über ein pausierendes Kreismenü oder Schnelltasten eure Fähigkeiten oder die eurer Team-Mitglieder aus, setzt Gegnern mit Brandmunition zu oder schleudert die Kontrahenten durch einen coolen Move kraftvoll in die Luft.
Du musst in My GP eingeloggt sein, um Comments eintragen zu können.