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Nach der PS3- und Xbox 360-Version ist nun also auch die PC-Fassung von Saw da. Inspiriert durch die erfolgreiche Filmvorlage des ersten Teils schlüpft der Spieler in die Rolle des Inspektors Tapp, der von Jigsaw entführt wurde und sich nun in einer alten Toilettenanlage wiederfindet. Dort erwartet ihn der erste Horror in Form einer teuflischen Falle, die der Spieler schnellstmöglich stoppen sollte. Jigsaw will also ein Spiel mit uns spielen und genau dazu hat sich unsere Redaktion auch auf dem PC wieder hinreißen lassen, um zu sehen, was anders ist als auf der Konsole.
Handlungsreisender in der Irrenanstalt
Die Geschichte auf dem PC ist dabei identisch mit der der Konsolen-Fassung. Der Ermittler Tapp ist von Jigsaw gekidnappt worden, um sich wenig später in einer heruntergekommenen Irrenanstalt wiederzufinden. So verwundert es für die Saw-Reihe nicht wirklich, wenn besagter Kidnapper den Spieler mittels Botschaft zu einem tödlichen Spiel einlädt. Im Verlauf des Spiels gelangt ihr nach und nach in unterschiedliche Räume, in denen immer wieder neue bestialische Fallen oder aber andere Menschen, die von euch gerettet werden wollen, auf euch warten. Oft steht ihr dann vor dem Dilemma, entweder den anderen zu helfen und auf Hinweise zu verzichten oder den Tod des jeweiligen Menschen für jene Hinweise in Kauf zu nehmen. Auch auf dem PC müssen somit diverse Rätsel gelöst und Fallen gestoppt werden, die zwar zunächst spannend wirken, sich aber zu schnell wiederholen und sich daher mit der Zeit abnutzen. Auch die nervigen Zeitlimits muss man noch immer über sich ergehen lassen und das Try and Error-Prinzip mancher Aufgaben hält sich ebenfalls hartnäckig. Neben Fallen muss man sich zusätzlich vor anderen Entführten in Acht nehmen, denn der Clou ist die Tatsache, dass im Brustkorb unseres Ermittlers ein Schlüssel verstecket worden ist, auf den es die anderen Geiseln abgesehen haben, weil der Schlüssel den Irrenhaus-Ausgang öffnet.
Der Titel versucht also, die Geschichte des ersten Films weiter zu spinnen, was allerdings nur relativ träge gelingt. Zu lasch wird die Story in manchen Passagen erzählt und dann überwiegend auch nur über Tonbänder, Zettel und Akten, die im Spiel verteilt sind. Aufgrund der wenigen Zwischensequenzen kommt es bei der Umsetzung der Saw-Reihe also nicht wirklich zu einer spannenden Erzählweise.
Keineswegs dürftige Umsetzung
Die zuvor geäußerte Kritik ist durchaus angebracht, aber dennoch ist Saw kein totaler Fehlschlag. Die Atmosphäre ist packend und sobald die Stimme des Jigsaw-Mörders erklingt und dessen groteskes Gesicht auf einem virtuellen Bildschirm zu sehen ist, kommt auf der Stelle die gleiche Stimmung auf wie bei den beliebten Filmen, so dass Fans sich gleich heimisch fühlen werden. Insbesondere die englische Stimme des Originalschauspielers Tobin Bell rundet die Atmosphäre und den Saw-Flair im Ganzen sehr gelungen ab.
Allerdings mussten die Spieler auf Saw für den PC etwas warten, schließlich ist das Spiel für die PS3 und Xbox 360 schon seit Anfang Dezember 2009 erhältlich und daher durfte man zumindest auf ein paar Extras hoffen. Davon ist leider nichts zu sehen, ebenso fehlen einige Grafikeinstellungen, die bei einem PC Gang und Gäbe sind. Es gibt bei der PC-Version zum Beispiel keine Einstellungsmöglichkeit für Anti-Aliasing, stattdessen muss man sich mit einem Schieber für die Detailstufen der Texturen und die Auflösung zufrieden geben, obwohl die Unreal Engine durchaus mehr Einstellungen auf dem Kasten hätte und einige Spieler diese Optionen sicherlich begrüßen würden.
Saw ist also nicht nur inhaltlich, sondern auch technisch beinahe eine 1:1-Umsetzung und Verbesserungen sucht man vergeblich. Den Zombie Studios ist aber dennoch lobend anzuerkennen, dass die PC-Version damit auch noch auf etwas älteren Rechner läuft und das in stabiler Form, denn Abstürze gab es im Test keine und so selbstverständlich ist dies in der heutigen Zeit längst nicht mehr.
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