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Darksiders hat also im Grunde viele Gesichter und bedient sich vieler Elemente der Konkurrenzprodukte, weshalb ein wenig die Eigennote fehlt. Allerdings kombiniert Vigil Games das Kampfsystem, die Geschicklichkeitspassagen sowie die motivierenden und teils anspruchsvollen Rätsel zu einem sehr gelungen Genre-Mix, so dass am Ende doch alles ausgezeichnet ineinandergreift.
Unheimlich cooler Grafikstil
Darksiders präsentiert sich optisch in einem sehr coolen Comic-Look, der mit seinen etwas überzogenen Details ein wenig an ein düsteres World of Warcraft oder die eine oder andere Comic-Serie erinnert. Für diesen einprägsamen Grafikstil ist schließlich auch der Comic-Zeichner Joe Madureira verantwortlich, den ihr unter anderem durch Marvels X-Men-Comics kennt. Daneben weiß das Charakterdesign mit Krieg, den anderen Charakteren sowie den Boss-Gegnern ebenso zu überzeugen wie die flüssigen Animationen, die besonders bei den in Zeitlupe gehaltenen Finishing-Moves zur Geltung kommen, etwa wenn Krieg seine Kontrahenten unter Einsatz von jeder Menge Pixelblut gekonnt um einige Gliedmaßen und Körperhälften erleichtert.
Was die Umgebungen angeht, warten sowohl düstere Dungeons als auch Wüsten, blühende Gärten oder in Trümmern liegende Städte der Menschheit auf euch. Der visuelle Stil geht hier zwar auch ein wenig in die Comic-Richtung, dennoch wirkt die Darstellung der Areale deutlich realistischer als die der Charaktere und überzeugt durch größtenteils feine Texturen sowie durch eine abwechslungsreiche und harmonische Architektur. Leider kommt es auf beiden Systemen zwischendurch immer wieder zu einem kleinen Stocken, wenn Daten im Hintergrund nachgeladen werden. Die Xbox 360-Version kämpft zudem mit nervigem Tearing, was Vigil Games jedoch schon mit einem Patch ausgebessert hat.
Akustisch gibt es ebenfalls kaum Grund zur Kritik. Die deutsche Synchronisation geht in Ordnung, krachende Soundeffekte treiben den Spieler und Krieg in seiner Mission voran und auch der Soundtrack sorgt für die passende Atmosphäre, hält sich aber bedeckt im Hintergrund und fällt eigentlich kaum auf – nicht übermäßig positiv, nicht übermäßig negativ. Eine unverwechselbare Musikuntermalung wie in Metal Gear Solid beispielsweise, die man schon nach den ersten Tönen automatisch mit der Serie verbindet, solltet ihr dagegen nicht erwarten.
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