Darksiders
Darksiders
Überzeugt die Kombination aus God of War und einer guten Portion Zelda?
31.01.10 um 17:13 von Stefan
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Nach etwa drei Stunden aber kommt Darksiders endlich ins Rollen und das Blatt wendet sich, gerade noch rechtzeitig bevor der Spieler unbeeindruckt das Pad zur Seite legt. Die post-apokalyptischen Level und Umgebungen öffnen sich so langsam und laden zum Erkunden und Erforschen ein, so dass die Vigil-Entwicklung kontinuierlich verschiedene Facetten erhält. Nach und nach dürft ihr euch außerdem immer mehr Jump 'n' Run-Einlagen und Rätseln stellen, die mit zunehmender Spieldauer mehr und mehr an Anspruch gewinnen. Mit einfachen Schalterrätseln, dem Verschieben von Statuen, der komplexen Einstellung, um Zahnräder zum Laufen zu bringen, oder der intelligenten Verwendung von tragbaren Bomben mit Zeitlimit erinnert das Missionsdesign stark an berühmte Nintendo-Serien wie Zelda. Das überzeugt, doch der Einstieg ist sehr, sehr zäh!

Und auch das Kampfsystem kommt in Schwung, da sich Kriegs Waffenrepertoire mit der Zeit vergrößert und aufgelevelt werden kann. Anfangs steht dem Spieler nur Chaosfresser, das Schwert von Krieg, zur Verfügung. Mit diesem streckt man jede Menge Gegner nieder, wodurch das Schwert im Level aufsteigt, während man dafür wie in Soul Reaver die Seelen der Gegner einsammelt. Auch gefundene Gegenstände können beim Dämon Vulgrim gegen Seelen eingetauscht werden, die man bei Vulgrim sofort wieder in neue Heiltränke, Fähigkeiten oder Combos investieren darf. Neben Chaosfresser finden sich später darüber hinaus weitere Waffen im Inventar, die in ihrer Handhabung nicht weniger spaßig sind.
Die verschiedenen Waffen sind natürlich für verschiedene Situationen ausgelegt, so dass Krieg mit dem Schwert zum Beispiel im Nahkampf sämtliche Gegner platt macht, während die Sense eher für einen Rundumschlag geeignet ist und vor allem bei Massenansammlungen für Platz sorgt. Daneben gibt es eine Wurfklinge, mit der sich mehrere Ziele anvisieren und mit einem Wurf der Reihe nach niedermachen lassen. Des Weiteren lassen sich mit der Wurfklinge Schalter oder Explosionen auslösen, was noch für die Denkaufgaben wichtig wird, die auch gewisse Kombinationen verschiedener Schalter enthalten können und in der richtigen Reihenfolge aktiviert werden müssen. Für Abwechslung sorgt dann die Möglichkeit, die Waffen zu modifizieren, um beispielsweise den Schaden zu erhöhen, was durch das einfache Anlegen der jeweiligen Modifikation an die gewünschte Waffe im Menü funktioniert.
Keine Waffe im traditionellen Sinne ist die Verwandlung Kriegs in einen feurigen Riesen, wodurch unser Protagonist zwar imposant und stark wird, diese Gestalt jedoch nur relativ kurz aufrechterhalten kann. Außerdem ist die Verwandlung nur bei den größeren Gegnern wirklich notwendig, denn dank der guten Ausweichfunktion, den Waffenmodifikationen und den vorhandenen Combos lassen sich die meisten Angreifer auch handelsüblich plätten.

Die Mischung macht es!
Zwischen den Rätseln, Geschicklichkeitspassagen und den offenen und Action-geladenen Kämpfen kommt es immer wieder zu Auseinandersetzungen in geschlossenen Arenen, die sich erst nach einigen Gegnerwellen wieder öffnen. Ebenso muss man sich regelmäßig eindrucksvollen Boss-Fights stellen, die ohne die richtige Taktik und den geschickten Einsatz der Ausweichfunktion kaum zu meistern sind. Beim Game Over kann man sich unter Umständen besonders ärgern, da es vorkommen kann, dass man mitten im Kampf wieder einsteigt und man sofort von einigen kleineren Gegnern umzingelt ist oder man startet am letzten Checkpoint, der hin und wieder auch ein gutes Stück zurückliegt. Das passiert allerdings häufiger bei den Arena-Situationen und selten bei den Boss-Fights und zur Not lädt man den letzten Checkpoint und beginnt erneut in Ruhe. Für weitere Abwechslung sorgen die Abschnitte, in denen man endlich aufs Pferd steigen und zum Reiter werden darf oder kurze Flugstrecken, die allerdings mit ihrer schwammigen Steuerung weniger überzeugen, allen voran die erste Flugszene zu Beginn des Spiels.
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 Facts
Name: Darksiders
Aktuell betrachtet:
Von uns getestet für:
Hersteller: Vigil Games/THQ
Genre: Action/Plattformer/RPG
Spieler: 1
HDTV bis zu: 1080p
Xbox Live: -
Altersfreigabe: Ohne Jugendfreigabe gemäß §14 JuSchG
Sprache/Texte: Deutsch
Geeignet für: Fans von Titeln wie God of War, Devil May Cry, Soul Reaver, Zelda.
Release:05.01.10
 Pro + Cons
 PRO:
+ Schicke Optik
+ Einprägsamer Grafikstil
+ Tolles Charakterdesign
+ Überzeugendes Kampfsystem
+ Waffen können im Level aufsteigen
+ Ausstattung der Waffen mit Boni
+ Motivierende und später anspruchsvolle Rätsel
+ Fette Boss-Fights
+ Areale bieten Platz für Kampf und Erkundung
+ Gelungene Kombination vieler guter Elemente
+ Coole Finishing-Moves
+ Zorn-Verwandlung
+ Post-Apokalyptisches Setting
+ Intuitive Steuerung
+ Gute Lokalisierung
 CONTRA:
- Enorm zäher Einstieg
- Story ohne echte Highlights
- Es fehlt die Eigennote
- Zu wenig Finishing-Moves
- Hin und wieder Stocken beim Nachladen
- Starkes Tearing (gepatcht)
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