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Nach Titeln wie Demigod orientiert sich sich mit League of Legends seit kurzem ein weiteres Spiel an der beliebten WarCraft III-Mod "Defense of the Ancients". Im Gegensatz zur Konkurrenz sind bei League of Legends jedoch Entwickler und kreative Köpfe der Original-Modifikation mit an Bord beim zuständigen Studio Riot Games, die das beliebte und süchtig machende Spielprinzip für den Mehrspieler-Modus ein wenig aufzumotzen versuchten und als eigenständigen Titel entwickelten. Das Ergebnis musste sich in unserem Testlabor einer ausführlichen Untersuchung stellen, das Resultat gibt es jetzt…
Altbekanntes auch wieder mit dabei
Für alle, die das bekannte und nicht nur bei WarCraft III-Fans beliebte Spielprinzip von "Defense of the Ancients" (DotA) noch nicht verinnerlich haben, wollen wir hier zuerst eine kurze Erklärung leisten: DotA ist eine Mischung aus Rollenspiel, Echtzeitstrategie und taktischem Kampf, bei der der Spieler einen frei wählbaren Avatar aussucht, den er fortan als einzigen Protagonisten direkt steuern darf. Ziel ist es, das gegnerische Hauptgebäude zu zerstören, während das eigene Gebäude natürlich zugleich verteidigt werden muss. League of Legends ist dabei kein MMO, sondern wird in einzelnen Sitzungen entweder alleine (mit oder gegen den Computer) oder online mit bis zu neun menschlichen Mitspielern gespielt, die dann selbst alle ihren eigenen Avatar befehligen und ausrüsten. Der Avatar bekommt durch das Töten von Monstern (sogenannte Creeps) Erfahrungspunkte, die zum erfolgreichen Levelaufstieg führen, wodurch Punkte auf neue oder vorhandene Fertigkeiten verteilt werden können. Jeder Avatar ist einer bestimmten Klasse zugeteilt. So gibt es etwa Assassinen, die sich auf den direkten Nahkampf spezialisiert haben, weitere Beispiele sind Zauberer oder Fernkämpfer. Neben den Erfahrungspunkten wird nach dem Besiegen von Gegnern auch noch Gold ausgeschüttet, das im eigenen Hauptgebäude in neue Ausrüstungsgegenstände investiert werden kann, was gewisse Vorteile mit sich bringt.
Um erfolgreich zu bestehen und den Gegner effizient in die Schranken zu weisen, bedarf es zumeist einer taktischen Grundausrichtung im Team, da ungezielte Einzelangriffe leicht nach hinten losgehen können und den Gegner mehr stärken als schwächen. Fällt ein Avatar in der Schlacht, so bekommt die gegnerische Partei Gold und Erfahrungsboni, die entscheidend sein können. Daher könnte die noch leicht unausgeglichene Balance an der einen oder anderen Stelle etwas überarbeitet werden, denn völlig perfekt ist diese derzeit nicht.
Grundzellenkur durch eine League of Legends-Transfusion
Der grundlegende Unterschied zwischen DotA und League of Legends ist, dass League of Legends als eigenständiges Spiel und nicht mehr nur als Mod fungiert, was den Entwicklern erheblich mehr Freiheiten beschert. Das hat auch zur Folge, nicht mehr zwingend auf Blizzards Battle.net als Online-Plattform angewiesen zu sein, denn Riot Games bietet für seinen Titel eine eigene Internetpräsents mit News und verfügbaren Downloads, die in regelmäßigen Abständen immer wieder aktualisiert werden. Des Weiteren erweitert LoL das bekannte Spielprinzip um den "Beschwörer", in dessen Rolle der Spieler bereits beim Erstellen eines Accounts schlüpft. Dieser ist nämlich der wachende Geist, der nie persönlich in die Schlacht geht, sondern stets einen seiner Champions losschickt, der als dessen Avatar in den Kampf zieht.
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