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Glücklicherweise steigt das Niveau bei den größeren Fallen, doch mit der Zeit kommen die Fallen den Fans der Filme ziemlich bekannt vor. Kein Wunder, denn es sind die gleichen Autoren für die "kranken" Ideen zuständig, die sich auch die Film-Fallen erdachten. Total überrascht wird von den Konstruktionen wohl niemand mehr sein, der zumindest ein oder zwei Filme der Reihe gesehen hat.
Fäuste fliegen schneller als Kugeln aus der Schusswaffe
Neben den Rätseln gibt es natürlich noch Kämpfe mit den anderen Opfern Jigsaws, die allesamt hinter euch her sind, weil ihr den Schlüssel zum Ausgang in eurem Körper tragt. Um euch zur Wehr zu setzen, stehen euch verschiedene Waffen zur Auswahl. Diese decken ein breites Spektrum von Stangen, über Messer bis hin zu Schusswaffen ab, doch leider ist das Kampfsystem ziemlich frustrierend, denn auf der einen Seite reagiert Office Tapp etwas zögerlich und die Gegner weichen des Öfteren einfach nur aus und rennen wie im Kreis um euch herum, auf der anderen Seite sind die Waffen - verglichen mit euren Fäusten - wenig durchschlagend. So ist es in den meisten Situationen einfach klüger und auch schneller, den Gegner kurz umzuboxen.
Interessant wird es bei dem explosiven Kragen, den man auch aus den Filmen kennt. Nähert sich jemand mit einem ähnlichen Kragen, blinkt dieser und explodiert bei zu geringer Entfernung. Hält man genug Abstand, reichen die Nahkampfwaffen nicht mehr aus, kommt man diesen Kollegen zu nah, zerplatzt euer Kopf. Wo ist hier die Balance? Wenigstens kann man in andere Räume fliehen, um auch mal Luft zu holen. Cool sind allerdings die Jigsaw-Werkbänke, an denen ihr später eure eigenen Jigsaw-Fallen bzw. –Konstruktionen bauen könnt, um diese auszulegen und gegen Gegner einzusetzen. Tolle Sache, wären die Fäuste nicht schneller und effektiver…
Mit Hilfe des echten Jigsaw
Etwas langweilig zeigt sich zudem die Optik, die leider vergleichsweise viel Tearing und Textur-Clipping aufweist, trotzdem man auf die Unreal Engine 3 setzt. Grundsätzlich ist die Präsentation nicht übel, die Charakter-Modelle beispielsweise gehen in Ordnung, doch lassen sich auch visuell schnell die Wiederholungen ausmachen. Den Großteil des Spiels erlebt ihr nämlich immer wieder die tristen Gänge und Räume, zusammengeführt von einem einschläfernden Leveldesign. Natürlich erwartet niemand von einem Saw-Spiel, dass es bunte und farbenfrohe Areale gibt, doch ein wenig mehr grafische Abwechslung hätte es schon sein dürfen, zumal man mit der Unreal Engine 3 für dieses Projekt eine mehr als überzeugende Basis zur Verfügung hatte.
Zwar gibt es verschiedene Areale, zum Beispiel die Gänge der Irrenanstalt oder Keller-artige Gewölbe, doch innerhalb dieser Umgebungen schaut man immer wieder auf die gleichen Texturen oder auf kahle Wände. Zumindest lebt das Spiel von seiner gelungenen und atmosphärischen Soundkulisse, deren absolutes Highlight mit Tobin Bell die englische Originalstimme von Jigsaw ist. Eine deutsche Synchronisation gibt es zum Glück nicht und Konami hat es bei englischer Sprachausgabe mit deutschen Texten belassen, was ein gutes Stück Atmosphäre rettet.
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