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Wenn ihr seltsame Geräusche wahrnehmt, der Boden komisch knarrt und ihr glaubt, eigenartige und doch wieder schnell verschwundene Kreaturen in euer Wohnung gesehen zu haben… Who you gonna call? Die Ghostbusters natürlich, denn zum 25. Jubiläum des ersten Films erschien dieser zusammen mit dem Nachfolger nun nicht nur auf Blu-ray Disc, auch das Videospiel Ghostbusters: The Video Game steht pünktlich im Handel. Selbstverständlich konnten wir es nicht lassen, schnallten uns das Protonenpaket um und stellten uns mit den Geisterjägern der bisher schlimmsten paranormalen Bedrohung.
Originalzutaten
Die Story spielt zwei Jahre nach dem zweiten Film und wurde von den Ghostbusters-Originalautoren Dan Aykroyd und Harold Ramis geschrieben, die übrigens auch den Charakteren des Spiels zusammen mit Bill Murray und Ernie Hudson ihr Aussehen und im englischen Original auch ihre Stimme liehen, wobei es zum ersten Aufeinandertreffen der vier Film-Hauptdarsteller seit über 20 Jahren kam.
Doch auch wenn die Hauptdarsteller und die Originalautoren der Klassikerfilme beteiligt waren, ist die Story des Videospiels keine Adaption der Filme, sondern wurde von Dan Aykroyd und Harold Ramis gänzlich neu geschrieben, sodass Ghostbusters: The Videogame fast schon als dritter, interaktiver Film zu sehen ist, der inhaltlich dennoch nicht ganz an den ersten Film herankommt. Ihr übernehmt also die Kontrolle über ein neues Mitglied des Ghostbusters-Teams und bekämpft die paranormalen Bedrohungen in New York und fangt diverse Geister und andere Gestalten ein. Dank der Originalautoren kommt zum Glück auch der Charme und Witz, der die Filme ausgezeichnet hat, zum Zuge und während der Dialoge werdet ihr das eine oder andere Mal sicherlich mächtig schmunzeln müssen.
Im Team und doch alleine
Aus der 3rd-Person-Perspektive erlebt ihr diverse Kult-Locations, wie das Hotel oder die Geisterjäger-Zentrale samt Ecto1, zusammen mit Kultmomenten der Filme, wie beispielsweise dem Kampf gegen den Marchmallow-Man oder Slimer. Leider verwundert es etwas, dass die Entwickler gänzlich auf einen kooperativen Spielmodus verzichtet haben, obwohl das Spiel doch geradezu dazu einlädt und man das ganze Spiel über zumindest mit einem Ghostbusters-Partner unterwegs ist. Die Ghostbusters-Kameraden unterstützen euch sogar und helfen euch wieder auf, wenn euch die Gegner zu Boden gestreckt haben. Dennoch muss man sich alleine durch die verschiedenen Abschnitte schlagen, die optisch ziemlich abwechslungsreich geworden sind und von den Straßen New Yorks über die Bücherei bis hin zu fremden Dimensionen reichen.
Spielerisch wird es dann aber doch schnell eintönig, da man während der rund sechs Stunden langen Solo-Kampagne meistens einen bestimmten Bereich von Kreaturen säubern muss, bevor es weitergeht. Dabei kommt natürlich die aus den Filmen bekannte Geisterfalle zum Einsatz, über deren Öffnung ihr die Gegner manövrieren müsst. Dafür bedarf es zunächst einer Schwächung der diversen Widersacher durch euer Protonenpaket, anschließend könnt ihr das anvisierte Wesen sozusagen mit euren Strahl schnappen und habt dann die Möglichkeit, den Gegner über die Falle zu bewegen, während sich dieser natürlich heftig dagegen wehrt. Könnt ihr den Widersacher lange genug über der Öffnung der Falle halten, schnappt diese zu und die Kreatur ist eingefangen. Für gefangene Wesen erhaltet ihr Punkte, mit denen ihr euch Upgrades für eure Gadgets zulegen könnt, mit der Zeit erhaltet ihr übrigens auch neue technische Spielzeuge. So könnt ihr mit den Punkten beispielsweise die Dauer bis zur Überhitzung des Protonenpakets ausbauen und könnt somit länger ohne lästigen Überhitzungsausfall draufhalten.
Später gibt es dann Schockladungen, Schleimbeschuss oder gummiartige Leinen, mit denen sich Gegenstände heranziehen lassen. Dieses Gadget kommt ein paar Mal für kleinere Rätsel zum Einsatz, insgesamt bleibt das Missionsdesign aber sehr überschaubar. Ein weiteres nützliches Gadget ist das PKE-Meter, mit dem ihr Spuren von Geistern aufspüren könnt, um auch unsichtbare Geister unweigerlich in eure Falle zu befördern. Spuren lassen sich zudem analysieren und die gewonnenen Informationen in ein Lexikon eintragen, aus dem ihr wichtige Details beziehen könnt.
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