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Red Faction: Guerrilla
Die Zerstörungsorgie geht in die nächste Runde! Wir kämpften mit dem Widerstand.
21.06.09 um 12:34 von Stefan
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Als Red Faction im Jahre 2001 für die PlayStation 2 erschien, konnte man tatsächlich von einer kleinen Innovation im First-Person-Shooter-Genre reden. Dank der Geo-Mod-Engine war es erstmals möglich, die Umgebung und das Terrain zu verformen. So konnte man sich beispielsweise durch eine Wand sprengen, wenn man nicht durch die Tür kam oder man grub mit Hilfe von Sprengsätzen einfach einen Tunnel.
Natürlich war Red Faction ein voller Erfolg, der kurze Zeit später entwickelte Nachfolger überraschte natürlich niemanden, war aber bei den Kritikern nicht sonderlich beliebt. Seitdem blieb es still um die Serie, aber nur bis THQ letztes Jahr mit Red Faction: Guerrilla den dritten Teil ankündigte, der nun schon einige Runden in unseren Konsolen drehte. Hat sich die lange Pause positiv ausgewirkt? War der Wechsel von First- zu 3rd-Person ein Fehler? Und was taugt die Geo-Mod-Engine 2.0?

Erst Befreier, dann Unterdrücker
Die Geschichte handelt 50 Jahre nach den ersten Auseinandersetzungen auf dem Mars. Ihr schlüpft erneut in die Rolle eines Widerstandskämpfers der wiedervereinigten Red Faction-Bewegung mit dem Namen Alec Mason. Die Red Faction befindet sich im Kampf mit der Earth Defense Force (EDF), welche zunächst als Befreier und Beschützer auf den Mars kamen, nun aber zum grausamen und rücksichtslosen Unterdrücker geworden ist.
Doch all diese Probleme verdrängt Alec zunächst, denn er ist einzig auf den Mars gekommen, um zusammen mit seinem Bruder Dan in den Minen zu arbeiten. Natürlich geht das nicht lange gut und so wird euer Bruder kurz nach der Ankunft von der EDF getötet. Alec steht jetzt ganz oben auf der Fahndungsliste, da er sich der Festnahme wiedersetzte. Er kämpft also von nun an mit der Red Faction gegen die Besatzer…

Serie mit frischem Wind
Abgesehen von der Geo-Mod-Engine und der Story hat Red Faction: Guerrilla nicht mehr viel mit seinen Vorgängern gemeinsam. Auffällig ist zunächst der Wechsel der Kamera-Perspektive. Statt wie bei den Vorgängern aus der Ego-Perspektive herumzuballern, spielt man RF: Guerrilla aus der 3rd-Person-Verfolgerperspektive. Doch das ist nicht schlimm, denn der Charakter lässt sich auch so sehr geschmeidig kontrollieren.
Spielerisch viel einschneidender ist die offene Welt. Während Red Faction 1 und 2 sehr linear waren, könnt ihr euch nun völlig frei über den Mars bewegen und schaltet Missionen frei, beendet Nebenmission oder macht einfach nur, was euch Spaß macht und sorgt für Chaos und Zerstörung. Die Nebenmissionen bestehen meistens aus Abrissaufträgen, das heißt ihr müsst bestimmte Gebäude dem Erdboden gleich machen. Ihr müsst aber genau so dem Red Faction-Widerstand helfen und diverse Areale vor Angriffen der EDF schützen, was natürlich die Moral innerhalb der Red Faction anhebt. Eine höhere Moral ist nicht zu unterschätzen, denn je höher die Moral, desto mehr Kämpfer unterstützen euch bei Angriffen auf gegnerische Stellungen. Zu Beginn sind einige Missionen nämlich nicht ganz so einfach, weil euch die Unterstützung fehlt.
Eigentliches Ziel im Spiel ist jedoch nicht eine möglichst hohe Moral, sondern die Vertreibung der Besatzer. Dazu sollt ihr den Einfluss der EDF in neun Bereichen auf Null senken. Durch das Erfüllen diverser Missionen und der Zerstörung von Gebäuden und Festungen, die für die EDF sehr wichtig sind, reduziert ihr im aktuellen Bereich den Einfluss der EDF kontinuierlich und macht danach mit dem nächsten Bereich weiter.

Die wandelnde Abrisskugel
Die Gegnerintelligenz ist ziemlich gut gelungen und die EDF-Truppen schleichen sich an, ducken sich, gehen in Deckung oder greifen aus dem Hinterhalt an. Daher könnt ihr anfangs zum Beispiel nur kurz auf das Zielgebäude lospreschen, um etwas Schaden anzurichten. Anschließend lohnt es sich, die Flucht zu ergreifen und eure Energie aufzuladen, die sich automatisch regeneriert, wenn ihr nicht getroffen werdet. Ansonsten werdet ihr sonst wohl das Zeitliche segnen, was aber keine Schande ist, denn ihr startet kurz vor dem Beginn der Mission neu.
Schon auf der leichtesten Schwierigkeitsstufe bietet RF: Guerrilla auch für geübte Spieler genug Anspruch, daher ist diese Einstellung zunächst auch empfehlenswert. Zum einen deshalb, weil ihr den Schwierigkeitsgrad auch während des Spiels jederzeit umstellen könnt, vor allem aber, weil ihr auf den oberen Schwierigkeitsgraden zunächst oft ins Gras beißen werdet. Sich unbemerkt an ein Ziel heranzuschleichen ist in den höheren Schwierigkeitsgraden nahezu unmöglich, was sehr lästig werden kann, wenn selbst bei kleineren Missionen ganze Kriege beginnen, da immer mehr EDF-Unterstützung anrückt.
Dies kann bei der einen oder anderen Mission zu etwas Frust führen, weil man es irgendwie doch immer wieder mit Anschleichen versucht und am Ende scheitert. Das Missionsdesign ist dagegen sehr abwechslungsreich geworden. Mal prescht ihr mit einem der mehr oder weniger hässlichen Marsfahrzeuge über die rote Landschaft, müsst ein EDF-Fahrzeug klauen, einen Konvoi stoppen oder natürlich bestimmte Gebäude oder Anlagen niederreißen. Ein Großteil der Missionen konzentriert sich im Kern aber auf das Hauptelement des Spiels und das ist die Zerstörung. Gebäude müssen zerstört oder Mauern eingerissen werden, um Geiseln zu befreien, ihr blockiert einem Konvoi durch Trümmer zerstörter Objekte den Weg oder ihr jagt Fahrzeuge der Gegner in die Luft – das sogar mit einem Panzer! Waffen stehen dafür ebenfalls genug zur Verfügung: Von der einfachen Pistole über Maschinengewehr, Haftmine bis hin zum Raketenwerfer ist für jeden etwas dabei. Kaufen könnt ihr die Waffen über Schrott, den ihr einsammelt könnt, wenn ihr etwas zerstört habt. Auch Upgrades der Waffen werden auf diese Weise bezahlt.
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 Facts
Name: Red Faction: Guerrilla
Aktuell betrachtet:
Von uns getestet für:
Hersteller: Volition/THQ
Genre: Action
Spieler: 1-16 (online)
HDTV bis zu: 1080p
Xbox Live: Onlinespiele/Ranglisten/Content Download
Altersfreigabe: Freigegeben ab 16 Jahren
Sprache/Texte: Deutsch
Geeignet für: Action- und Zerstörungsfetischisten.
Release:05.06.09
 Pro + Cons
 PRO:
+ Offene Welt
+ Enorme Zerstörungsmöglichkeiten
+ Klasse Physikengine
+ Gute Gegnerintelligenz
+ Abwechslungsreiches Missionsdesign
+ Diverse Nebenmissionen
+ Fordernder Schwierigkeitsgrad
+ Neun Bereiche
+ Sehr Motivierend
+ Reichhaltige Waffenauswahl
+ Waffenupgrades
+ Wuchtige Explosionen
+ Sehr spaßiger Multiplayer-Modus
 CONTRA:
- Story wenig fesselnd
- Langweilige Story-Präsentation
- Nur ein Charaktermodell für die Gegner
- Mittelmäßige Optik
- Eintöniger Grafikstil
- Kleine Physikmacken
- Geringe Kampagnenspielzeit
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