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Red Faction: Guerrilla
Die Zerstörungsorgie geht in die nächste Runde! Wir kämpften mit dem Widerstand.
21.06.09 um 12:34 von Stefan
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Red Faction: Guerrilla macht sehr viel Spaß, ist aber kein Spiel, dass man unbedingt durchspielen will, um das Ende der Story zu erleben. Das Zerstörungsprogramm aus dem Hause Volition lebt von seiner zerstörerischen Action und schlicht davon, einfach nur gespielt zu werden.

Gemeinsam zerstören
Die Inszenierung der Story in der Kampagne ist recht schwach, Spannung oder das Kribbeln unbedingt wissen zu wollen, wie es weitergeht, kommt nicht wirklich auf. Glücklicherweise bietet Red Faction: Guerrilla einen Multiplayer-Modus, der ebenfalls von der Geo-Mod-Engine 2.0 profitiert. Dank der Physikengine und der Zerstörung bekommen sogar einfache Deathmatch-Partien einen ganz neuen Anreiz. Neben Standard-Modi wie Deathmatch, Team Deathmatch oder King of the Hill hat Volition sich zudem spezielle Mulitplayer-Modi ausgedacht, die auf dem Zerstörungselement von Red Faction: Guerrilla basieren.
Bei Wrecking Crew müsst ihr innerhalb eines Zeitlimits Gebäude schrotten, während ihr bei der Variante Damage Control Gebäude einnehmen und halten müsst, die allerdings vom Gegner auch zerstört werden können und ihr ein Werkzeug nutzt, um diese wiederherzustellen. Zur Verfügung stehen im Multiplayer-Modus aber nicht nur die Waffen der Kampagne, mit einem Rucksack bieten euch die Entwickler zusätzlich Spezialattacken wie Schallwellen, durch die ihr ganze Gebäude in Einzelteile zerlegt oder ihr könnt euch unsichtbar machen. Man merkt dem Spiel eindeutig an, dass die Entwickler keine realistische Simulation erschaffen wollten, sondern vollkommen auf den Spaß-Faktor setzten und das macht schon ganz schön süchtig.

Nichts bleibt lange unbeschädigt
In technischer Hinsicht hat sich seit dem letzten Red Faction-Titel natürlich einiges getan und Konsolen wie die Xbox 360 und die PS3 bieten deutlich mehr Rechenkraft. Umso enttäuschter waren wir als klar wurde, dass man im Gegensatz zu den Vorgängern keine Löcher mehr in den Boden oder in Felsen sprengen kann. Die Umgebung lässt sich also nicht deformieren.
Volition entschied sich dazu, lieber die Zerstörung der Gebäude in den Vordergrund zu stellen und setzte daher für die komplette Gebäudearchitektur auf die Havok-Physikengine. So besteht jedes Gebäude aus diversen Einzelteilen wie tragenden Wänden oder Stützpfeiler, die natürlich den Schwachpunkt eines jeden Gebäudes darstellen. Um ein Gebäude also zu zerstören, müsst ihr die tragenden Elemente wegsprengen, das Gebäude fällt bei genügend Schaden dann physikalisch korrekt in sich zusammen – zumindest meistens.
Zusammen mit den wuchtigen Explosionen ist das Ergebnis schon sehr beeindruckend, wenn beispielsweise ein riesiger Turm einstürzt, nachdem ihr am Fuß soviel weggesprengt habt, dass die gesamte Struktur des Gebäudes nachgeben musste. Auch wenn die Zerstörungstechnologie der Geo-Mod-Engine 2.0 in Echtzeit insgesamt beeindruckend ist, so wirkt die Physik hin und wieder dennoch auch ein wenig unecht. So manches Mal sieht man eindeutig, dass die Gebäude wie aus einem Baukasten zusammengesetzt wurden, da man zum Beispiel drei Wände eines Gebäudes weggesprengt hat, der Einsturz des Gebäudes aber auf sich warten lässt. Nach etlicher Zeit kann es dann passieren, dass das entsprechende Gebäude doch zusammenbricht, was aber wiederum ein wenig aussieht, als würden zusammengesteckte Einzelteile zu Boden fallen. Das ist vergleichbar mit einem einstürzenden Kartenhaus, bei dem man auch jede einzelne Karte erkennt. Wie das Resultat einer Explosion sieht das Ganze dann aber nicht aus und so ist es auch zwischendurch bei Red Faction: Guerrilla.

Dennoch setzt RF: Guerrilla sehr stark auf seine Physikengine, was einiges an Rechenleistung verschlingt, wie man wiederum der restlichen, um ehrlich zu sein, mittelmäßigen Optik ansieht. Die ziemlich eintönigen Texturen sind nicht sehr scharf und niedrig aufgelöst, die Ladezeiten sind ein wenig lang, die Landschaft sieht meist gleich aus und auch an den Gegnern hat man sich schnell satt gesehen, da es nur ein Charaktermodell für die Gegner gibt.
Hinzu kommen konsolenspezifische Mängel, wie beispielsweise eine 1,7GB große Installation bei der PS3, die die Ladezeiten aber gegenüber der Xbox 360-Version im Prinzip nicht verkürzen. Die PS3-Fassung kämpft zudem mit etwas stärkerer Kantenbildung, während die Xbox 360 deutlich gröbere Schatten darstellt als die PS3. Diese eher kleineren Mängel rücken aber schnell in den Hintergrund, wenn man durch die Gegend fährt und ein Gebäude nach dem anderen in die Luft jagt. Auch nach einigen Spielstunden beeindruckt die Geo-Mod-Engine 2.0 insgesamt nach wie vor.
Auch beim Sound kann man nur wenig kritisieren. Die Soundeffekte gehen absolut in Ordnung und auch die deutsche Synchronisation kann über weite Strecken überzeugen. Nur hin und wieder mal wirkt die deutsche Sprachausgabe ein wenig aufgesetzt.
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 Facts
Name: Red Faction: Guerrilla
Aktuell betrachtet:
Von uns getestet für:
Hersteller: Volition/THQ
Genre: Action
Spieler: 1-16 (online)
HDTV bis zu: 720p
PS Network: Onlinespiele/Ranglisten/Content Download
Altersfreigabe: Freigegeben ab 16 Jahren
Sprache/Texte: Deutsch
Geeignet für: Action- und Zerstörungsfetischisten.
Release:05.06.09
 Pro + Cons
 PRO:
+ Offene Welt
+ Enorme Zerstörungsmöglichkeiten
+ Klasse Physikengine
+ Gute Gegnerintelligenz
+ Abwechslungsreiches Missionsdesign
+ Diverse Nebenmissionen
+ Fordernder Schwierigkeitsgrad
+ Neun Bereiche
+ Sehr Motivierend
+ Reichhaltige Waffenauswahl
+ Waffenupgrades
+ Wuchtige Explosionen
+ Sehr spaßiger Multiplayer-Modus
 CONTRA:
- Story wenig fesselnd
- Langweilige Story-Präsentation
- Nur ein Charaktermodell für die Gegner
- Mittelmäßige Optik
- Eintöniger Grafikstil
- Kleine Physikmacken
- Geringe Kampagnenspielzeit
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