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Durchschnittliche Bewertung: 4

Die Lichteffekte tragen natürlich auch ihren Teil bei und sind ebenfalls von überragender Qualität. Oft bewundert man, wie die Lichtstrahlen durch Löcher und Risse in den Dächern der primitiven Gebäude in Kijuju scheinen, allerdings nur, wenn man die Zeit dazu findet und nicht angegriffen wird. Im späteren Verlauf des Spiels kommt man beispielweise auch in eine Höhle und muss den Weg mit einer Lampe ausleuchten. Auch während solcher Szenen werden die tollen Lichteffekte deutlich, wenn in einer Höhle etwa die feuchten Gesteinswände im Licht schimmern oder sich die Schatten der Gegner ausbreiten. Verlässt man die dunklen Passagen dann, ist das Bild zunächst nicht ganz klar und Chris ist geblendet, da sich seine Augen an die Dunkelheit gewöhnt hatten.
Neben den Lichteffekten sorgen vor allem auch die mächtigen Explosionen für Begeisterung und offene Münder. Wo Explosionen in anderen Spielen meist nur wie ein Silvester-Knaller wirken, macht es bei Resident Evil 5 so richtig Boooom und selbst relativ kleine Sprengkörper wie Handgranaten erzeugen eine riesige Flammenwand, die unheimlich imposant wirkt.
Gleichstand
Die PlayStation 3- als auch die Xbox 360-Version sehen prinzipiell identisch aus, dennoch gibt es minimale Unterschiede, die jedoch nur auffallen, wenn man davon weiß. So ist eine Textur oder Partikeleffekt mal in der einen Version einen Tick schöner, mal in der anderen Version, wonach man aber schon wirklich mit der Lupe suchen muss und was oft auch in der Art begründet ist, wie die jeweilige Hardware-Architektur aussieht. Das ist auf der PS3 mit ihrer Cell-CPU und dessen Architektur teilweise anders als auf der Xbox 360. Gleichstand also in diesem Bereich, wenn ihr so wollt. Daneben gibt es noch kleine konsolenspezifische Unterschiede: So erfordert die PS3-Version Anfangs eine rund 5GB große Zwangsinstallation, die bei uns ziemlich genau 10 Minuten für das Kopieren der Daten benötigt hat.
Das ist auf der Xbox 360 natürlich nicht zwingend nötig, dafür kämpft die Version für die Microsoft-Konsole mit teils schwerem Tearing (das Bild wirkt kurzzeitig zerrissen) und Details in der Dunkelheit gehen auf der Xbox 360 geringfügig verloren. Die Framerate für Resident Evil 5 ist für beide Versionen bei 30 Frames in der Sekunde vorgesehen, allerdings wurde diese nicht bei 30 Frames eingefroren. Daher kann die Framerate bei hektischen Szenen, in denen sehr viel gleichzeitig auf dem Bildschirm los ist, schon mal etwas unter die 30 sinken.
Dies ist sehr selten und tritt bei der Xbox 360-Fassung noch weniger auf als bei der PS3, unter die kritischen 24 Frames (mindestens erforderlich, damit das menschliche Auge einen flüssigen Ablauf wahrnimmt) kommt es dagegen nicht. Diese kleinen Abweichungen von der 30er-Framerate sind auch nur mit spezieller Hard-/Software zur Framerateanalyse aufzudecken. Im Spiel selbst sieht man davon nichts, jedenfalls sind uns Slowdowns oder sogar Ruckler bei keiner Version aufgefallen. Anders die vor einigen Wochen veröffentlichte Demo: Damals hatten wir noch ein bis zwei Slowdowns in der PS3-Demo, was Capcom behoben zu haben scheint.
PlayStation 3- und Xbox 360-Version sehen alles in allem aber identisch aus und Unterschiede sind selbst dann schwer auszumachen, wenn beide Versionen nebeneinander laufen. Wie immer werden Fanboys dem ungeachtet sicherlich schnell Dinge finden, die auf ihrer Lieblingskonsole angeblich besser aussehen.
Aber auch die Fanboys werden sich wohl einig sein, dass der Sound und die Synchronisation mal wieder auf Capcom-typischen Niveau liegen und das ist erstklassig. Besonders die englischen Synchronsprecher hat Capcom wie gewohnt mit feinem Händchen ausgewählt, für das Verständnis deutscher Spieler sorgen die deutschen Untertitel. Hier kann man echt nicht meckern: Hochwertiger Ton für eine hochwertige Produktion.
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