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Chris und Sheva trennen sich im Laufe des Spiels nur selten und dann auch nur für sehr kurze Zeit, um dem anderen Türen oder Tore zu öffnen oder Unterstützung von einer Plattform zu leisten. Dafür sind regelmäßig Team-Aktionen notwendig, wie beispielsweise Sprunghilfe oder Hilfe beim Hinaufklettern auf höher gelegenere Abschnitte. Es gibt aber auch andere Situationen, bei denen sich Chris und Sheva unterstützen. So muss in einem späteren Spielabschnitt eine Lampe getragen werden, um den Weg auszuleuchten, was man entweder selbst machen kann, dann kümmert sich Sheva um die Gegner, oder man fordert Sheva auf, die Lampe zu tragen.
Eine andere Angst macht sich breit
Resident Evil 5 erfordert darüber hinaus das aus den Vorgängern bekannte Management des Inventars, da erneut nur eine begrenzte Anzahl an Slots im eigenen und in Shevas Inventar frei ist und man entscheiden muss, welche Items man mitnehmen will und welche man zurücklässt. Dadurch entsteht auch der eigentliche Horror des Spiels.
Die kooperative Spielmechanik von Resident Evil 5 macht aus der bekannten Horror-Serie nämlich ein völlig neues Spiel. Das ist auf der einen Seite sehr gut, denn zusammen mit einem Freund in den Kampf zu ziehen macht gehörig Laune, auf der anderen Seite hat man zu zweit logischerweise nicht mehr soviel Angst wie alleine. Schockmomente wie in den Vorgängern muss man hier mit der Lupe suchen. Wer erinnert sich zum Beispiel nicht an die Hunde, die im ersten Resident Evil-Teil durch die Fenster sprangen? Derartige Szenen gibt es bei Resident Evil 5 kaum, auch bewegt man sich nun meist durch helle Abschnitte und nur noch selten durch dunkle Passagen.
Was in Resident Evil 5 die Angst verbreitet, ist der permanente Druck, unter dem der Spieler steht. Man muss mit seinem Inventar haushalten, zusätzlich sitzt einem die ständige Munitionsknappheit im Nacken und unter Umständen muss man auch noch auf Sheva achten. Außerdem läuft das Spiel wie bei Dead Space weiter, wenn man das Inventar öffnet, und man kann angegriffen werden. Es ist sogar ein rudimentäres Cover-System vorhanden, bei dem sich der Charakter an eine Wand drücken und aus der Deckung heraus feuern kann, was jedoch nur in seltensten Fällen zur Anwendung kommt. Dann gibt es im ganzen Spiel immer wieder Abschnitte, in denen Quicktime-Events auf euch warten und ihr eine bestimmte Tastenkombination drücken musst, damit ihr im letzten Moment beispielsweise einem zuschnappenden Krokodil ausweicht, während ihr auf einem Floß steht. Alle diese Dinge muss man im Auge behalten, während von überall Gegner auf einen zustürmen, die nicht gerade langsam sind und Gegenstände wie Schaufeln oder Klingen gegen einen einsetzen. Die Gegnerintelligenz wirkt deutlich natürlicher als die von Sheva und die Gegner wissen ihre Fähigkeiten geschickt einzusetzen, sogar rasches Ausweichen haben die Fieslinge drauf. Zombies kann man die Widersacher in Resident Evil 5 eigentlich nicht mehr nennen, dennoch haben diese ein paar Grundzüge der Untoten behalten, um das Flair der Serie zu behalten.
Keine wirklichen Zombies mehr, doch das macht Kijuju nicht sicherer…
Waren die Gegner in den ersten Teilen von Resident Evil noch leicht auszutricksen, so können die aktuellen Gegner selbst auf Dächer klettern oder schlagen Türen und Fenster ein und vertragen jede Menge Treffer. Auch mit der Faust oder Tritten kann man sich verteidigen, eine entsprechende Einblendung erscheint dann am unteren Bildschirmrand. Um die Gegnermassen davon abzuhalten, in den Raum einzudringen, lassen sich Schränke oder Regale lassen sich vor Türen und Fenster schieben, was die heranstürmende Meute zumindest etwas hinhält. Da aber soviele Gegner auf euch los wollen, halten selbst eure Blockaden nicht ewig und die Gegner gelangen früher oder später doch in den Raum, in dem ihr hoffentlich gut vorbereitet wartet.
Und gut vorbereitet sollte man auf Angriffe sein, denn allzu viele Treffer steckt man selbst nicht ein und euer Partner auch nicht. Das ist auch der Grund, wieso man Sheva nicht aus den Augen verlieren darf. Nicht weil die K.I. zu dumm wäre, diese kann sich gut alleine zur Wehr setzen, sondern weil man der Menge an Gegnern nicht unendlich lange entkommen kann, irgendwann sind alle Magazine eurer Waffen entleert.
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