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Nach mehr als drei Jahren Entwicklung, einem riesen Hype, einigen Überraschungen, wie etwa die Enthüllung einer kooperativen Spielmechanik, und einer aufwändigen viralen Marketing Kampagne erwacht Resident Evil 5 in diesen Tagen endlich auf der PlayStation 3 und Xbox 360. Alleine der Name Resident Evil verpflichtet bereits, denn mit über 34 Mio. verkauften Exemplaren und einer Film-Trilogie sowie eines CGI-Films gehört die Serie zu einer der erfolgreichsten weltweit. Auch der Vorgänger, Resident Evil 4, legte die Messlatte sehr hoch, was die Erwartungen den Fans natürlich nur noch mehr anheizte, zu allem Überfluss hat Serien-Erfinder Shinji Mikami Capcom mittlerweile auch noch verlassen. Gespannt begaben wir uns daher mit Resident Evil 5 nach Kijuju und in die Tiefen Afrikas, um euch zu verraten, ob der fünfte Teil das erhoffte Highlight geworden ist und das Virus erneut um sich greift, oder ob die Capcom-Entwicklung genauso wenig beeindruckt wie ein kleiner Schnupfen.
Nach Umbrella eine neue Bedrohung: Bio-Terrorismus
Die Geschichte dreht sich um den seit dem ersten Teil bekannten Chris Redfield, der nun auf der ganzen Welt unterwegs ist. Seit dem Vorfall von Recoon City ist die Umbrella Corp. gehörig unter Druck geraten und sah sich einer Klagewelle ausgesetzt. Doch neben Umbrella nahm auch das Global Pharmaceutical Consortium (GPC), ein Zusammenschluss aller Pharma-Unternehmen der Welt, großen Schaden. Das Vertrauen in das GPC ging verloren, nicht zuletzt aufgrund der Umbrella-Experimente mit bio-organischen Waffen sowie dem Handel damit auf dem Schwarzmarkt. Dass Umbrella auch noch im Vorstand vertreten war, verstärkte das Misstrauen noch zusätzlich.
Vertrauen ist in der Pharmaindustrie und für die Arzneimittel aber überaus wichtig und wenn kein Vertrauen in die Produkte besteht, ist die Pleite für das Unternehmen eine sichere Sache. Man wollte in dem Konsortium deshalb nicht mit Umbrella in Verbindung gebracht werden und eine Teilschuld für hunderttausende Tote übernehmen.
Daher sicherte das Konsortium der Staatsanwaltschaft, die Umbrella unbedingt niederstrecken wollte, volle Unterstützung und notfalls die Herausgabe interner Unterlagen zu. Im Gegenzug versprach die Staatsanwaltschaft, keine rechtlichen Schritte gegen das Konsortium einzuleiten. Und so wurde Umbrella 2003 in allen Anklagepunkten schuldig gesprochen und ging zugrunde. Doch jetzt machten Umbrellas Entwicklungen erst recht auf dem Schwarzmarkt die Runde, wodurch eine völlig neue terroristische Bedrohung entstand.
Das GPC gründete daher die BSAA (Bioterrorism Security Assessment Alliance) zur Bekämpfung der Bedrohung durch Terroristen mit bio-organischen Waffen. Der BSAA gehört als Special Operations Agent nun auch Chris Redfield an, der kürzlich Informationen über einen bio-organischen Waffendeal in Kijuju (Afrika) erhalten hatte, an dem ein gewisser Ricardo Irving vom Tricell-Konzern beteiligt sein soll. Mehr ist nicht bekannt, also reist Chris nach Afrika, um Irving dort mit seiner neuen Partnerin, Sheva Alomar von der afrikanischen BSAA-Niederlassung, festzunehmen. Und wie sollte es auch anders sein, geraten die beiden in etwas, das viel größere Ausmaße annimmt als erwartet und außerdem irgendwie mit den Parasiten in Resident Evil 4 in Zusammenhang zu stehen scheint…
Geteiltes Leid ist halbes Leid
Die offensichtlichste Erneuerung in Resident Evil 5 ist das kooperative Gameplay. Das gesamte Spiel über seid ihr als Chris im Team mit Sheva unterwegs und das wahlweise im Splitscreen-Modus, über eine LAN-Verbindung oder online. Euer Mitspieler übernimmt dann die Kontrolle über Sheva. Am meisten Spaß macht Resident Evil 5 natürlich im kooperativen Modus mit einem Freund, doch auch im Singleplayer-Modus, wenn kein Freund zur Stelle ist oder ihr nicht online könnt, ändert sich die Spielmechanik nicht. Der Computer kümmert sich dann um die Steuerung von Sheva, was auch sehr gut klappt.
Die künstliche Intelligenz ist sehr gut und versorgt euch selbstständig mit Munition für die Waffen, die ihr gerade tragt, zerstört selbstständig Kisten und Fässer (darin befinden sich oft nützliche Items), heilt euch in kritischen Situationen oder stürmt mit coolen Hollywood-Moves zur Hilfe, wenn sich einer oder gleich mehrere Gegner in euch verbissen haben, wirkt zwar wenig menschlich. Darüber hinaus kann man Sheva schnell Anweisungen geben, die sich aber leider nur auf Angriff oder Herbeirufen beschränken.
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