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Mit den Elder Scrolls-Rollenspielen hat sich Bethesda einen Namen gemacht, besonders der letzte Ableger Oblivion konnte nicht nur bei uns Höchstwertungen abstauben. Danach machten sich die RPG-Experten an die Entwicklung von Fallout 3, nachdem man zuvor die Marke gekauft hatte. Die Spieler in aller Welt warten seitdem ungeduldig auf den Release von Fallout 3, das mit einem postapokalyptischen statt Fantasieszenario und Schusswaffen statt Schwert und Axt eine völlig andere Richtung einschlägt.
Bethesda hatte uns vor einiger Zeit bereits eingeladen, um eine Vorabversion des Spiels anzutesten und wir waren, obwohl wir nur einen kleinen Teil des Spiels ausprobieren konnten, schlichtweg begeistert. Jetzt ist GamePire auch mit der finalen Version von Fallout 3 durch die verstrahlte Umgebung von Washington D.C. des Jahres 2277 gezogen!
Der Atomkrieg hinterlässt seine Spuren
Fallout 3 beginnt im Vault 101, eine Art Bunker, der den Überlebenden von Washington D.C. über 200 Jahre lang Schutz bot, nachdem die USA nach einem Atomkrieg im Jahre 2077 völlig zerstört sind. Das Umland wird nur noch Wasteland oder Ödland genannt und die Bewohner von Vault 101 haben sich scheinbar mit dem Leben hinter dicken und verschlossenen Türen abgefunden.
Einer dieser Bewohner seid ihr und ihr erlebt aus dessen Augen, wie sich euer Vater als kleines Kind um euch kümmert, wie man euren 10. Geburtstag feiert und ihr seht weitere Momente im Leben des Charakters. Doch eines Tages stellt euer Charakter fest, dass sein Vater den Vault 101 verlassen haben soll. Auf sich sitzen lassen kann man sowas natürlich nicht, deshalb machen wir uns auf den Weg vor die Türen von Vault 101, auch wenn unser Charakter sein ganzes Leben nichts außerhalb des Vaults gesehen hat. Er nimmt trotzdem die Herausforderung an und stellt sich den Monstern und Mutanten in der Außenwelt, um sich auf die Suche nach seinem Vater zu machen. Schnell stellt sich heraus, dass nicht alles so ist, wie es zunächst den Anschein machte…
You are S.P.E.C.I.A.L.
Der Anfang des Spiels ist sehr gut gelungen und macht Einsteiger ideal mit der Steuerung und der Charakterpflege vertraut. Die Kindheitssequenzen spielt ihr nämlich selbst und erlernt hier von Kindheitsabschnitt zu Kindheitsabschnitt immer neue Feinheiten von Fallout 3, der Prolog dient also auch als sehr harmonisch integriertes Tutorial. Als Kleinkind werden euch zum Beispiel die Steuerung und die Interaktion mit Objekten nahe gebracht, zu eurem 10. Geburtstag bekommt ihr dann euren Pipboy 3000 geschenkt, der zum Universalwerkzeug wird und S.P.E.C.I.A.L.-Statistiken, die Fähigkeiten, Perks, Weltkarte, Inventar und Quests für euch bereithält.
Man lernt, wie der Levelaufstieg erfolgt und wie man Fähigkeitspunkte verteilt, später muss man noch einen Persönlichkeitstest machen und euer Vater zeigt euch auch noch den Umgang mit dem V.A.T.S.-Kampfsystem und den Waffen und bevor es richtig los geht, könnt ihr im Charakter-Editor noch das Aussehen eures Charakters wie Gesicht, Frisur, Augen, Hautfarbe usw. verändern. Das Charakter-Management erfolgt dabei ähnlich wie bei Oblivion, wurde allerdings überarbeitet, so dass ihr beispielsweise nicht mehr erst schlafen müsst, um euren Levelaufstieg zu vollziehen. Fallout 3 bietet daneben das S.P.E.C.I.A.L.-Charaktersystem, bei dem die Buchstaben jeweils für die Initialen der englischen Begriffe für Stärke, Wahrnehmung, Ausdauer, Charisma, Intelligenz, Beweglichkeit und Glück (Strength, Perception, Endurance, Charisma, Intelligence, Agility, Luck) stehen, was eure sieben besonderen Attribute sind. Als Kleinkind zu Beginn des Spiels müsst ihr euch entscheiden, wie ihr die vorgegebenen Punkte auf die einzelnen Attribute verteilt, die dann verbessert werden können, indem ihr Erfahrungspunkte sammelt und mit jedem Levelaufstieg weitere Punkte erhaltet, die hier und da auf eure Attribute verteilt werden dürfen.
Daneben gibt es weitere Fähigkeiten, die erlernt werden müssen, aber mit den S.P.E.C.I.A.L.-Attributen in Zusammenhang stehen. So ist die Fähigkeit "Große Waffen" beispielsweise abhängig von eurer Stärke, was auch einleuchtend ist. Fähigkeiten haben zudem ein Fähigkeitslevel, das prozentual angegeben wird und weiter ausgebaut werden kann, indem ihr Erfahrungspunkte sammelt. Je höher das Fähigkeitslevel, desto höher die Erfolgschancen bei der Anwendung der Fähigkeit. Die Startwerte der Fähigkeiten werden im Übrigen durch den zuvor erwähnten Persönlichkeitstest bestimmt, der mit wirklich abstrusen Fragen und ebenso bescheuerten Antworten aufwartet.
Hinzu kommen noch jede Menge Spezialfähigkeiten, auch Perks genannt, mit denen ihr euch besondere Vorteile verschaffen könnt. Mit "Sniper" erhöht ihr, wie sollte es anders sein, drastisch die Wahrscheinlichkeit, einen Kopfschuss zu landen, "Tierfreund" sorgt dafür, dass Tiere euch ignorieren, nicht mehr angreifen und im Kampf gegen nicht tierische Gegner sogar helfen oder der Perk "Lady Killer" verschafft euch 10 Prozent mehr Schaden bei weiblichen Gegnern.
Das Charakter-Management ist äußerst komplex, erlaubt euch so aber auch eine wirklich weitreichende Spezialisierung eures Charakters in die Richtung, die eurer Spielweise am ehesten zusagt.
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