Far Cry 2
Far Cry 2
Der Nachfolger zu Far Cry ist da! Die weiten Grenzen Afrikas im Test...
01.11.08 um 22:09 von Stefan
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Herausragende Technik
Auf der optischen Seite lässt Far Cry 2 seine Muskeln spielen. In unserem Vorabartikel haben wir bereits angedeutet, dass Ubisofts Shooter grafisch eine sehr gute Figur macht, was sich nun auch in der finalen Version bestätigte. Far Cry 2 bietet nicht nur eine ungeheuer große Karte, sondern sieht auch ungeheuer gut aus!
Angefangen bei den detaillierten Charaktermodellen, über die lebensechten Animationen bis hin zur glaubwürdigen Darstellung der Flora und Fauna Afrikas, auf jeder Ebene bringt einen Far Cry 2 zum staunen. Die Dunia-Engine zaubert größtenteils feine Texturen auf den Bildschirm und das Spiel läuft trotz seiner Kartengröße auch auf den beiden Konsolen (bis auf wenige kleine Slowdowns) flüssig und ohne Ladezeiten. Grafische Unterschiede zwischen Xbox 360 und PS3 gibt es kaum, auf der PS3 ist aber eine 3,5GB große Installation Pflicht.
Das wahre Highlight sind jedoch die Partikeleffekte, allen voran die Feuereffekte. Die Beleuchtung im Dschungel ist sehr, sehr gut, hier wollen wir mal auf dem Teppich bleiben, doch das Feuer begeistert den Spieler vom ersten Moment an. Man kann so gut wie alles, was brennen kann, auch in Brand stecken: Ein paar Schüsse in Gaskartuschen, Benzinfässer oder Fahrzeuge genügen, um zunächst diese Objekte in Flammen aufgehen zu lassen. Dank der genialen Physik des Feuers breitet sich dieses jedoch durch bei der Explosion herumfliegende Teile in der ganzen Gegend aus. Auch durch Funkenflug kann Feuer entstehen und da es in Afrika meistens sehr trocken ist, brennt der Busch und die Steppe wie Zunder. Dabei breitet sich das Feuer langsam aus, bis die Gegend irgendwann ausgebrannt und kohlschwarz ist. Daraus ergeben sich zudem taktische Möglichkeiten, denn man kann beispielsweise mit dem Flammenwerfer ganze Feuerbarrikaden ziehen und so den Gegnern den Weg abschneiden. Man sollte aber auch vorsichtig sein: Geraten beispielsweise Munitionskisten in Brand, fliegen euch die gelagerten Projektile nur so um die Ohren! Leicht verbesserungswürdig ist die künstliche Intelligenz (K.I.), die nicht immer ganz auf der Höhe ist und teilweise ziemlich dumme Aktionen vollführt.
Dagegen ist der Sound prinzipiell sehr gut, die Waffen- und Explosionseffekte klingen sehr satt und auch die eingedeutschte Sprachausgabe überzeugt, was auf der PS3 nichtsdestoweniger auffällt, sind hin und wieder auftretende Soundaussetzer bei den Waffen, was man aber hoffentlich nachträglich noch patchen kann.

Multiplayer und mächtiger Map-Editor
Bei einem Shooter darf heutzutage eines natürlich nicht fehlen: Ein Multiplayer-Modus. Den bietet natürlich auch Far Cry 2 mit bis zu 16 Spielern und den üblichen Modi wie Deathmatch, Team Deathmatch, Capture the Diamond (was im Prinzip Capture the Flag ist) sowie Aufstand. Bis auf den letzten Modus erklären sich alle von selbst, in Aufstand treten dann zwei Teams gegeneinander an und müssen Punkte auf der Karte sichern. Der Captain eines Teams ist der einzige, der mit den Punkten interagieren kann. Erst wenn ein Team alle Punkte kontrolliert, kann der gegnerische Captain ausgeschaltet werden.
Onlinespiele können grundsätzlich als Ranglistenspiel oder als Normalspiel absolviert werden. Bei den Ranglistenspielen erhaltet ihr Erfahrung und Diamanten, mit denen ihr im Rang aufsteigt und die verschiedenen Klassen verbessern könnt. Far Cry 2 bietet sechs verschiedene Klassen: Die Kommando-Einheit ist eine Allzweckwaffe und kommt mit allen Ballermännern einigermaßen klar, was der Scharfschütze kann, dürfte wohl jeder wissen, der Guerrilla-Kämpfer ist auf Nahkampftaktiken und Hinterhalte spezialisiert, während der Rebel die wohl gefährlichste Waffe in Fa Cry 2 beherrscht – Feuer bzw. zahlreiche Band- und Explosivwaffen. Das war es aber noch nicht: Der Richtschütze ist der Spezialist für schwere Waffen und dank großer Explosionen für recht auffällige Aktionen zuständig, im Gegensatz dazu nutzt der Saboteur verstärkt Stealth-Taktiken und schallgedämpfte Waffen. Da es Ranglistenspiele gibt, ist die Integration von Bestenlisten und Statistiken natürlich ein Muss, dem die Entwickler nicht entkommen konnten. Ihr könnt euch also jederzeit an eurer Leistung ergötzen.

Hinzu kommt ein äußerst mächtiger Map-Editor, der essentiell die gleichen Werkzeuge zum Erstellen einer Map bietet, die auch den Entwicklern zur Verfügung stehen. Die Bedienung ist ziemlich simpel gehalten und wer sich ein paar Minuten mit dem Editor auseinandersetzt, der kann innerhalb von 10 Minuten schon recht respektable Karten erstellen und den anderen Spielern für die Multiplayer-Matches zur Verfügung stellen.
Ein Bewertungssystem sorgt dafür, dass die wirklich guten Maps nicht in der Versenkung verschwinden, sodass sich die Zeit und Mühe, die man in seine Kreation steckt, auch auszahlen. Das Ergebnis sieht am Ende wirklich sehr professionell aus, denn die Engine überarbeitet die Map automatisch nochmals und gleicht Ecken an Felsen aus, fügt realistische Unebenheiten in großen Landschaften ein oder verteilt Bäume und Pflanzen so, dass diese nicht wie an der Schnurr gezogen hintereinander stehen, sondern alles wie in der Realität einen gewissen Zufallseffekt besitzt.
 Screenshots
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 Facts
Name: Far Cry 2
Aktuell betrachtet:
Von uns getestet für:
Hersteller: Ubisoft Montreal
Genre: First-Person-Shooter
Spieler: 1-16 (online)
HDTV bis zu: 1080p
Xbox Live: Onlinespiele/Ranglisten/Content Download
Altersfreigabe: Ohne Jugendfreigabe gemäß §14 JuSchG
Sprache/Texte: Deutsch
Geeignet für: Spieler mit Hang zu soliden Shootern mit offener Welt.
Release:24.10.08
 Pro + Cons
 PRO:
+ Open World-Konzept
+ Riesige Spielwelt
+ Imposante Optik
+ Glaubwürdige Simulation der Landschaft
+ Beeindruckende Feuereffekte
+ Bombastische Explosionen
+ Tag-/Nachtwechsel in Echtzeit
+ Schwierigkeit jederzeit verstellbar
+ Mächtiger Map-Editor
+ Gelungener Multiplayer-Modus
+ Verschiedene Multiplayer-Klassen
 CONTRA:
- K.I. nicht immer auf der Höhe
- Immer weiter Strecken zwischen den Missionen
- Missionen immer nach dem gleichen Schema
- Spielwelt bis auf einzelne Regionen kaum belebt
- Hin und wieder Slowdowns
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