Far Cry 2
Far Cry 2
Der Nachfolger zu Far Cry ist da! Die weiten Grenzen Afrikas im Test...
01.11.08 um 22:09 von Stefan
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Shooter-Fans werden sich bestimmt noch an Far Cry erinnern, das von dem deutschen Studio Crytek entwickelt und von Ubisoft vertrieben wurde. Das Spiel wurde weltweit gefeiert und bedeutete den Durchbruch für die deutschen Entwickler. Für das nächste Projekt trennten sich Crytek und Ubisoft, Crytek entwickelte fortan für Electronic Arts, doch Ubisoft behielt die Rechte an der Far Cry-Marke und entschied sich, das preisgekrönte Ubisoft Montreal-Team mit Far Cry 2 zu beauftragen. Nachdem wir Far Cry 2 schon von den Entwicklern gezeigt bekamen und in Ubisofts Deutschland-Zentrale hinreichend anspielen konnten, steht der Shooter nun für Xbox 360, PlayStation 3 und PC bei den Händlern. Wie abenteuerreich sich die fertige Version im neuen Afrika-Setting zeigt und was Far Cry 2 mit dem ersten Teil zu tun hat, wollen wir nun aufklären…

Ein Besuch in Afrika
Die letzte Frage ist einfach zu beantworten: Far Cry 2 hat mit dem ersten Teil von Crytek überhaupt nichts zu tun. Es stellt sich vielmehr die Frage, weshalb Ubisoft aus dem Spiel nicht eine komplett neue Marke gemacht hat. Die Story ist komplett neu, das Setting ist ganz anders, die Spielmechanik wurde in Teilen verändert, das einzige, was noch an den ersten Teil erinnert, ist der beliebte Hang-Glider, alles andere ist ein völlig neues Spiel.
Far Cry 2 ist ein Open-World-Shooter, bei dem ihr euch auf der 50 km² großen, statt auf einer tropischen Insel in einem fiktiven Staat in Afrika angesiedelten, Karte frei bewegen könnt und Aufträge erledigt, die ihr in keiner festen Reihenfolge abarbeiten müsst. Ein GTA-Ego-Shooter, wenn ihr so wollt. Diese Freiheit deutete der erste Teil zwar schon an, in Far Cry 2 seid ihr jedoch (fast) ohne Grenzen. Daraus resultiert bereits eine ganz andere Spielmechanik als im ersten Teil, was wieder zu der Frage führt, wieso Far Cry 2 denn Far Cry 2 heißt?

Da brennt der Busch
Die Story dreht sich um den Waffenhändler „Schakal“, der verschiedene Gruppen in dem afrikanischen Staat mit Waffen versorgt und so den Bürgerkrieg weiter anheizt. Eure Aufgabe besteht nun darin, den Schakal zu töten. Um in der Story voranzuschreiten, müsst ihr diverse Missionen absolvieren, die ihr euch bei den verschiedenen Gruppen abholen könnt. Neben diesen Story-Missionen gibt es aber auch noch Nebenaufgaben, die ihr für eure Freunde erledigen könnt, die ihr im Laufe des Spiels kennenlernen werdet. So steigert ihr euren Ruf bei den verschiedenen Personengruppen und könnt zusätzliche Items und Belohnungen freispielen.
Als Gegenzug helfen euch diese Freunde, wenn ihr beispielswiese mal in Not geratet. Zu Beginn seid ihr z.B. mit Malaria infiziert und müsst in regelmäßigen Abständen Pillen schlucken oder sollte eure Gesundheitsanzeige während eines Auftrages mal zu Grunde gehen, seid ihr noch nicht ganz verloren. Einer eurer Freunde kommt dann vorbei, schleift euch aus dem Krisengebiet und bekämpft die Gegner weiter, während ihr eure Wunden versorgen könnt.
Der Ablauf der Missionen ist schnell beschrieben und besteht eigentlich immer aus dem gleichen Schema: Fahre quer über die Karte zu einem Punkt, töte dort jemanden oder jage etwas in die Luft, versuche lebend daraus zu kommen und hol dir deine Belohnung ab. Abwechslung gibt es nur in Form leicht anderer Herangehensweisen, denn hin und wieder verraten euch eure Freunde, wie ihr eine Mission leichter lösen könnt, indem ihr zunächst etwas anderes erledigt, wodurch ihr statt ein bewegliches nur noch ein statisches Ziel angreifen müsst, was natürlich leichter ist.
Belohnungen sind dann beispielsweise Diamanten, die ihr als Bezahlung erhaltet, mittels Peilsender aber auch überall in der Far Cry 2-Welt suchen könnt. Mit genügend Diamanten, könnt ihr etwa neue Waffen kaufen oder bereits erworbene Waffen verbessern.

Zwischen den Missionen liegen oft weite Strecken, immerhin ist die Karte auch 50 km² groß, also solltet ihr euch Fahrzeuge zulegen. Mit diesen, oder mit Bussen, könnt ihr die weiten Strecken überbrücken. Hier holt euch dennoch schnell die afrikanische Einöde ein, denn wirklich etwas los ist nur in den Städten, in denen ihr euch eure Missionen abholt. In den Weiten Afrikas werdet ihr daher schnell einsam, werdet auf euren Touren trotzdem aber ab und an durch gegnerische Straßensperren, besetzt mit Gegnern, penetriert oder schaltet Safe Houses frei, die in der Regel von zwei bis drei Gegnern bewacht werden.
Diese müsst ihr natürlich erst ausschalten. In den Safe Houses könnt ihr speichern, schlafen und so die Zeit vorstellen und Gegenstände lagern. Ihr bekommt also des Öfteren für weite Teile des Spiels nur die Landschaft Afrikas zu sehen, ein Nachteil der riesigen Map, denn natürlich ist nicht an jeder Stelle etwas los, abgesehen von dem ein oder anderen Zebra oder Gnu, das euch über den Weg läuft (aber dann ohnehin wegrennt). Manchmal seht ihr noch patrollierende Gegner, die euch daran erinnern, dass die Gefahr in Far Cry 2 (abgesehen von einem Safe House) überall lauern kann.
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 Facts
Name: Far Cry 2
Aktuell betrachtet:
Von uns getestet für:
Hersteller: Ubisoft Montreal
Genre: First-Person-Shooter
Spieler: 1-16 (online)
HDTV bis zu: 1080p
Xbox Live: Onlinespiele/Ranglisten/Content Download
Altersfreigabe: Ohne Jugendfreigabe gemäß §14 JuSchG
Sprache/Texte: Deutsch
Geeignet für: Spieler mit Hang zu soliden Shootern mit offener Welt.
Release:24.10.08
 Pro + Cons
 PRO:
+ Open World-Konzept
+ Riesige Spielwelt
+ Imposante Optik
+ Glaubwürdige Simulation der Landschaft
+ Beeindruckende Feuereffekte
+ Bombastische Explosionen
+ Tag-/Nachtwechsel in Echtzeit
+ Schwierigkeit jederzeit verstellbar
+ Mächtiger Map-Editor
+ Gelungener Multiplayer-Modus
+ Verschiedene Multiplayer-Klassen
 CONTRA:
- K.I. nicht immer auf der Höhe
- Immer weiter Strecken zwischen den Missionen
- Missionen immer nach dem gleichen Schema
- Spielwelt bis auf einzelne Regionen kaum belebt
- Hin und wieder Slowdowns
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