The Elder Scrolls IV: Oblivion
Der Rollenspiel-Hit erreicht die PS3: Ist die Umsetzung wirklich gelungen?
17.06.07 um 13:53 von Stefan
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The Elder Scrolls IV: Oblivion gehört ohne Zweifel zu den besten Rollenspielen unserer Zeit und erfreut die Gamer auf PC und Xbox 360 schon seit einem guten Jahr. Ursprünglich wurde auch eine PlayStation 3-Version angekündigt, da Sony den Start der Konsole jedoch öfter als Vielen lieb war verschieben musste, verschwand die PS3-Umsetzung des RPGs zunächst mal von der Bildfläche, aber am 27. April 2007 war es soweit: Oblivion schlägt auf der PS3 ein.
Schon Wochen vor dem Release konnten wir Oblivion auf Einladung in Ubisofts deutscher Niederlassung in Düsseldorf an der PS3 anspielen. Unsere Eindrücke der noch unfertigen Version haben wir euch geschildert, doch was ist aus der fertigen Version geworden? Wurden noch Bugs entfernt, gibt es einen exklusiven Bonus und wie entwickelt sich die Umsetzung nach mehreren Spielstunden?

Oblivion erreicht die PS3
Um eine Frage gleich zu beantworten: Inhaltlich unterscheidet sich die PlayStation 3-Version nicht von der PC- oder Xbox 360-Fassung. Umfangreiche Infos zur Story, zum Spielablauf oder der Atmosphäre könnt ihr deshalb in unserem PC-Test nachlesen, denn hier gehen wir nur auf die PS3-spezifischen Eigenschaften ein.
Was den Inhalt angeht gibt es in der Tat keine Unterschiede, Bethesda hat aber zumindest den Großteil der herunterladbaren Inhalte für die anderen Versionen in der PS3-Fassung von Anfang an integriert. So gibt es zusätzliche Quests, Gegenstände wie Spruchrollen oder die Pferderüstung auf der PS3 von Anfang an, während man diese auf der Xbox 360 erst alle downloaden muss. Ebenfalls schon integriert ist das kleine Addon "Knights of Nine", bei dem ihr einen Orden wieder aufzubauen und dem Dämon Umaril begegnen müsst. "Knights of Nine" enthält weitere Dungeons, zwölf neue Bücher, neue Gegner, Waffen und Ausrüstung und bringt je nach Vorgehensweise etwa zehn weitere Spielstunden.
Auf weitere PS3-Besonderheiten freut man sich vergeblich: Die Bewegungssensoren im Sixaxis-Controller werden überhaupt nicht unterstützt, obwohl uns auf Anhieb einige Verwendungsmöglichkeiten einfallen. Beim Schlösserknacken hätte man die Sensoren einsetzen können, ganz simpel um zu springen oder aber zur Anwendung bestimmter Zauber. Leider nutzt Oblivion keine diese Möglichkeiten und setzt auf die klassische Steuerungsart, einen Strick wollen wir daraus aber auch nicht drehen. Immerhin haben schon einige Spiele bewiesen, dass Funktionen durch Bewegungssensoren unpräzise werden oder dem Spieler den letzten Nerv rauben. Aber auch ohne Unterstützung der Bewegungssensoren bekommt man auf der PS3 für sein Geld einiges geboten: Mit Oblivion werdet weit über 50 Stunden beschäftigt sein.

Es geht noch schöner…
Bethesda hat die zusätzliche Zeit für die PS3-Version genutzt und hat die Optik nochmals leicht aufpoliert, denn obwohl Oblivion auf dem PC und der Xbox 360 auch jetzt noch ein visueller Referenztitel ist, sieht die PS3-Fassung noch einen Tick besser aus. Das hat man dem verstärkten Einsatz von Shadern zu verdanken. Zwar hat Bethesda diese Technik durch einen Patch auch in die Xbox 360-Version integriert, dennoch bleibt die PS3-Version eine Nasenspitze voraus. Es gibt etwas schärfere Texturen und auch auf mittlerer Distanz erkennt man auf der PS3 etwas mehr Details, beispielsweise bei der Maserung von Holz oder Baumrinde wirkt stärker konturiert und insgesamt realistischer und die Umgebung weniger verwaschen.
Hinzu kommen weitere Details wie körnigerer wirkender Sand am Boden oder etwas schönere Oberflächen von Felsen, durch die die Landschaft sich im Vergleich mit PC und Xbox 360 nicht großartig unterscheidet, auf der PS3 im Detail aber einen Tick schärfer und plastischer wirkt. Auch die Draw-Distance hat man erhöht. Das bedeutet, dass Objekte nun viel sanfter in Bild kommen und nicht mehr so ruckartig erscheinen wie beispielsweise auf der Xbox 360. Zu 100 Prozent konnte man dies aber auch auf der PlayStation 3 nicht abstellen, denn auch wenn Felsen, Bäume oder Gräser nun deutlich weicher aufgebaut werden, so gibt es im Hintergrund in weiter Ferne hin und wieder immer noch das ein oder andere Objekt, das ins Bild poppt. Außerdem ist die Framerate auf Sonys Konsole etwas stabiler, denn das Spiel läuft insgesamt etwas flüssiger.
 Screenshots
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 Facts
Name: The Elder Scrolls IV: Oblivion
Aktuell betrachtet:
Von uns getestet für:
Hersteller: Bethesda
Genre: Rollenspiel
Spieler: 1
HDTV bis zu: 720p
PS Network: -
Altersfreigabe: Ab 12 Jahren
Sprache/Texte: Deutsch
Geeignet für: Jeden PS3-Besitzer, der auch nur entfernt etwas mit Rollenspielen anfangen kann.
Release:27.04.07
 Pro + Cons
 PRO:
+ Imposante und nochmals verbesserte Optik
+ Echtzeit Tag/Nacht/Wetter-Wechsel
+ Leichter Einstieg
+ Intuitive Steuerung
+ Knights of Nine bereits integriert
+ Riesige Spielwelt
+ Beeindruckende Städte und Landschaften
+ Packende Atmosphäre
+ Enormer Umfang
+ Gute Charakterentwicklung
+ Schwierigkeit jederzeit Stufenlos anpassbar
+ Entfacht Entdecker- und Sammelfieber
+ Gelungenes Reisesystem und Questjournal
+ Tolle Story
+ Lockpicksystem
+ Offenes Kampfsystem
+ Viele Dungeons und Nebenquests
+ Möglichkeit Pferde/Häuser zu kaufen
+ Unglaubliche virtuelle Bibliothek mit rund 400 Bänden
+ Gute Musik und Sprachausgabe
+ Richtige deutsche Texte
 CONTRA:
- Wenig belebte Städte
- Keine Dialogkomplexität
- Kleine Clipping- und Grafikfehler
- Keine Unterstützung der Bewegungssensoren
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