Armed Assault
Armed Assault
Deutschlands erster Online-Test des Taktik-Shooters!
29.11.06 um 23:35 von Sebastian A.
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Virtueller Weltkrieg
Auch einen ausgeprägten Multiplayer bringt der Flashpoint-Nachfolger mit sich.
Es scheint fast, als hätte man in ihn eben so viel Mühe und Zeit investiert, wie in den Singleplayer.
So kommt der Online- bzw. Lanmodus mit mehr als fünf spaßigen Sub-Modi daher.
Unter Anderem dabei: "Capture the Flag", "Death Match", "Team Death Match", "Attack & Defend" sowie "Capture & Hold".
Mit einer Kapazität von bis zu 100 Spielern im Onlinemodus verspricht dieser eine Menge Spaß, obgleich es so scheint, als sei das Limit noch lange nicht erreicht. Die gigantisch große Welt ist mit 100 Spielern keineswegs überladen - Lediglich der unverständliche Hardwarehunger von Armed Assault scheint den Rahmen zu begrenzen.

Vom Jeep in den Kampfjet
Wie bereits erwähnt, verfügt der Spieler in Armed Assault über zahlreiche Möglichkeiten, wenn es um die Berufswahl geht.
Hat man eine Mission erfolgreich zu Fuß abgeschlossen, möchte man vielleicht die Nächste per Schnellboot, die Übernächste per Jeep, und die darauf folgende vielleicht im Sessel eines Kampfjets bewältigen. Kein Problem!
Lediglich ein Knopfdruck ist möglich, um vom Boden aus in die Haut eines Kampfjetpiloten zu schlüpfen. Doch wie kommt die Steuerung mit den massig verschiedenen Interaktions- und Steuermöglichkeiten zurecht? Diese Frage ist klar mit einem Wort zu beantworten: Bestens.
Wenn man sich mal vor Augen führt, dass in Armed Assault grob gesehen eine Flugsimulation, ein Rennspiel in wässriger sowie matschiger Version, und zu guter Letzt ein Ego-Shooter vereint werden, gibt es nichts zu meckern. Alle Vehikel sind ohne Probleme akzeptabel steuerbar, woran die zahlreichen Konfigurationsmöglichkeiten im Steuerungsmenü nicht ganz unschuldig sind.
Dem Spieler ist es gestattet, sich die Steuerung für jedes Vehikel ganz nach seinem Geschmack zu gestalten.
Lediglich ein paar physikalische Mankos beim Steuern der Bodenfahrzeuge sind hier negativ anzumerken.

Glasklare Optik, satter Sound!
Einem echten Taktiker darf es an Weitsicht natürlich nicht mangeln.
Zum Glück ist diese in Armed Assault im wahrsten Sinne des Wortes gegeben. Mit oder auch ohne Fernglas lassen sich die unendlichen Weiten der Insel Sahrani bewundern. Neben der liebevoll gestalteten Tierwelt, die friedlich vor sich hinlebt, ohne erheblichen Einfluss auf das Spiel zu nehmen, lassen sich auch erstaunlich realistische Wettverhältnisse am meistens blauen Himmel beobachten. Alles in Allem kann man sagen, dass an der Optik sehr viel gewerkelt wurde. Verbesserungen zum ersten Teil sind selbstverständlich gegeben, doch auch wie Operation Flashpoint seiner Zeit, steht Armed Assault heute bei Weitem nicht ganz oben auf der Liste grafikhungriger Zocker. Leider. Sind doch schon einige gute Ansätze zu erkennen. So lassen sich einzelne Grashalme beobachten, die Waffen- und Charaktermodels sehen täuschend echt aus. Leider überwiegt aber die Monotonie, die den Landschaftsaufbau klar zeichnet.
So viele verschiedene Territorien es auch gibt, seien es Berglandschaften, Dörfer, Wiesen oder weite Wüsten, in gewisser Weise sieht alles schlichtweg gleich aus.
Eine schwammig anmutende Textur, dessen Farbe lediglich den Szenarien anpasst wurde.
Umso seltsamer ist es auch, dass Armed Assault dieser Tage einer der hardwarehungrigsten Titel ist. Mit einem Computer aus dem Mittelklassensegment dürfte der Taktik-Shooter kaum auf mittlerer Detailreiche spielbar sein – um von Antialising gar nicht erst zu sprechen.
Als schlecht ist die Grafik dennoch keineswegs abzustempeln. Wer sich stolzer Besitzer eines High-End PCs nennen darf, wird in Armed Assault auf ansehnliche Welten stoßen.
Ein anderer Spielaspekt, der, besonders in diesem Falle, wesentlich zur Spielatmosphäre beiträgt, ist die Soundkulisse.
Diese ist in Armed Assault mehr als gelungen.
Von ruhiger Orchestermusik, die atemberaubend gut mit den actiongeladenen Schusswechseln kontrastiert, bis hin zu wilder Electromusik, die den Puls eines jeden Gamers jenseits von 130 peitschen wird.
Doch damit nicht genug - Auch die Umgebungssounds sind den Bohemia Interactive Studios grandios gelungen. Ausgestattet mit einer halbwegs guten Soundkarte hört man förmlich einzelne Bleigeschosse in Baumstumpfe einschlagen, Hülsen auf den Boden krachen, und Gefährten schreien, sodass man sich beinahe selber im Krieg zu befinden glaubt. Grandios. Dicker Plus-Punkt!
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 Facts
Name: Armed Assault
Aktuell betrachtet:
Von uns getestet für:
Hersteller: Bohemia Interactive
Genre: Taktik-Shooter
Spieler: 1
HDTV bis zu: -
Speicher: ca. 3 GB
Altersfreigabe: 16
Sprache/Texte: Deutsch
Geeignet für: Fans von "Operation Flashpoint"
Release:30.11.06
 Pro + Cons
 PRO:
+ Gigantisch große Welt
+ Grandiose Soundkulisse
+ Realismus pur
+ Zahlreiche verschiedene Vehikel
+ Gelungene K.I.
+ Ausgeprägter Multiplayer
+ Viele Konfigurationsmöglichkeiten
 CONTRA:
- Zu hohe Hardwareanforderungen
- Extrem hoher Schwierigkeitsgrad
- Einsteigerunfreundlich
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