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Es lebe die Revolution! – Das war schon das Motto des ersten Teils von Red Faction, welches vor etwa einem Jahr mit der packenden Geo-Mod-Engine und einer fesselnden Story die Spieler überzeugte, sich der Revolution auf dem Mars anzuschließen und die fiesen Machenschaften von Ultor zu einem Ende zu bringen.
Seit diesen Geschehnissen sind fünf Jahre vergangen und auf der Erde hat sich einiges verändert. Der Diktator Sopot hat sich durch viele falsche Versprechen bei den Menschen beliebt gemacht und wurde zum Kanzler der Republik gewählt. Währenddessen wurde die auf dem Mars entwickelte Nano-Technologie immer wieder gestohlen, bis Sopot schließlich seine Nano-Elite losschickte, zu der auch der Trupp um Alias gehört, um die letzte Zelle in seinen Besitz zu bringen. Als er jedoch erkannte, wie gefährlich die Auswirkungen der Technologie sein konnten, befahl er, alle mit Nano-Technologie aufgerüsteten Soldaten zu eliminieren. Nur Tangier, Alias, Quill, Repta, Shrike und deren Anführer Molov überlebten das Massaker und machten es sich zur Aufgabe, Sopot zu stürzen.
Spielt die erste Mission noch vor der Wendung Sopots, so wird man schon im zweiten Level damit beauftragt, Sopot während der Aufzeichnung einer TV-Show zu töten. Dabei sollte man sich jedoch nicht immer nur brachial mit der dicksten Wumme im Anschlag vorwärts bewegen, an manchen Stellen empfiehlt es sich, ein wenig taktischer vorzugehen, um so auch die ein oder andere Bonusaufgabe zu beenden und Energie, als auch Munition zu sparen. Schafft man das, so wirkt sich dies positiv auf die Karmaleiste aus, die dem Spieler zeigt, ob er wirklich einer von den Guten ist, oder ob er sich nicht doch mehr der düsteren Seite hingezogen fühlt. Indirekten Einfluss darauf haben auch die Zivilisten, konnte man sie in Teil 1 noch wahllos abknallen und erhielt dafür sogar Gesundheitsboni, so wirkt sich das nun negativ auf das Karma des Helden aus.
Die Missionen sind ähnlich wie im Vorgänger, gut durchdacht und abwechslungsreich gestaltet, auch die Geo-Mod Engine kommt nun mehr zum Einsatz und wurde stärker in das Game integriert. Den größten Teil der Strecke legt man zu Fuß zurück und nebenbei darf man sich hinter die Waffe eines Vehikels setzen, welches von Shrike gesteuert wird. Zwischendurch begleiten euch teilweise auch die anderen Mitglieder des Teams und greifen euch unter die Arme, dabei stören sie nur in seltenen Fällen. Nachdem Sopot gestürzt wurde nimmt das Spiel jedoch eine überraschende Wendung, von dort an darf (und muss) man sich selbst hinter das Steuer der Fortbewegungsmittel setzen.
Hat man einmal ein Level erfolgreich gemeistert, darf man sich auch über einiges an Zusatzmaterial freuen. Einige Goodies hat man schon von Anfang an, die meisten muss man sich aber erst noch erspielen.
War der Multiplayer-Modus im Vorgänger noch recht schwach, so gibt es jetzt wesentlich mehr Umfang und Modi wie CTF, (Team)Deathmatch, Arena und Co verleiten immer mal zu einem netten Gemetzel für zwischendurch, ob alleine gegen Bots oder gegen Freunde, dank dem erweiterten Umfang macht jetzt alles viel mehr Spaß.
Die Grafik erfährt während den hitzigen Gefechten kaum Slowdowns, die Framerate bleibt in den meisten Fällen sehr konstant. Abwechslungsreiche Texturen und viele zerstörbare, aber dennoch liebevoll gestaltete, Objekte laden zur Ballerorgie ein. Die Charaktere und Gegner sind sehr detailliert, glatt und bewegen ihre Polygonlippen fast schon gänzlich korrekt zu den Dialogen.
Womit wir nun beim Sound wären, da sollte man auch gleich bei den Dialogen weitermachen. Die Stimmen der Figuren passen gut zu deren Wesen und sind ordentlich gesprochen, allein die Gegner geben manchmal etwas „unmenschliche“ Geräusche von sich, einige scheinen sich sogar darüber zu freuen, dass sie sterben. Die begleitende, stimmige Musik wird des öfteren von den ratternden Waffen und explodierenden Granaten übertönt, ansonsten ist der Sound aber wie das Spiel selbst - einfach nur cool!
Eine Revolution wurde nicht nur bereits im ersten Teil von Red Faction angezettelt, auch das Spiel selber war und ist revolutionär. Die sagenhafte Geo-Mod Engine erlaubt einem einfach nahezu alles zu zerstören, was man will, solange man nicht von Panzerwänden und Kugelsicherem Glas gehindert wird. War diese neue Technik im ersten Teil bloß ein Schmankerl nebenbei, so könnt ihr sie in Red Faction 2 nun viel besser nutzen. Der Nachfolger übertrifft den Vorgänger in fast allen Punkte, die Story war im “Original“ allerdings noch etwas spannender, als Trostpflaster gibt es dafür aber massig Bonusmaterial, einen umfangreicheren Story-Modus und der benötigte Speicherplatz hat sich reduziert.
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