Delta Force: Black Hawk Down
Delta Force: Black Hawk Down
Krise in Somalia und wir waren als US-Marine mitten im Feuergefecht.
08.11.05 um 17:05 von Stefan
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Einen Ego-Shooter, der seine Wurzeln eindeutig auf dem PC hat, muss man aber dennoch an die Konsole anpassen. Auf der Couch wird nun mal mit Controller gespielt, am PC mit Maus. Dies ist bei Delta Force: Black Hawk Down aber nur bedingt gelungen. Grundsätzlich hat man sich bei der Standardsteuerung für Konsolen-Shooter bedient, doch einige Dinge sind unnötig kompliziert geworden. Dies macht sich schon im Tutorial bemerkbar, das jeder zu Beginn starten sollte. Hier werden einem alle grundlegenden Funktionen erklärt, doch spätestens wenn man den Schießstand erreicht, fasst man sich an den Kopf. Wo man in vergleichbaren Spielen zum Beispiel von Automatikfeuer auf Granaten wechseln kann, indem man einen Waffenslot weiterschaltet, erfordert Black Hawk Down wahre Fingerakrobatik. Erst muss man den Granatentyp auswählen, dann einen Extra-Button für Granaten gedrückt halten und schließlich muss man noch den Abzug drücken und auch noch mit beiden Analog-Sticks zielen. Für Taktik bleibt da wenig Spielraum. Will man noch in Deckung gehen, benötigt man fast eine dritte Hand. Wenig besser verhält es sich da mit der Steuerung eurer Teamkollegen. Hierfür muss man sich erst mit dem digitalen Steuerkreuz durch wenig ansprechende Menüs klicken, um einen Befehl zu erteilen. Ob diese Methode oder die Steuerung per Headset zu dem besseren Resultat führt, bleibt meinem Eindruck nach dem Zufall überlassen. Mal funktioniert der eine Weg besser, mal der andere.

Befehlsgeber unter Superdeppen
Ob das nun an der Erkennungssoftware liegt? Das soll damit nicht mal zum Ausdruck gebracht werden. Generell lässt die K.I. der Teamkameraden, sowie der Gegner, zu wünschen übrig. Teamkameraden wollen Häuserkanten decken, stellen sich dabei aber mit dem Rücken direkt vor einen Gegner. Die Feinde – im Gegenzug – dienen bestenfalls als Kanonenfutter.
Gerne würde man mal sehen wie die Kontrahenten in Deckung gehen oder sich Feuerschutz geben. Stattdessen rennen diese wie von einer Tarantel gestochen aus ihrem Versteck und schießen erst viel zu spät auf euch.
So könnte man schon beinahe durch die Level spazieren, Probleme bekommt man höchstens mit der großen Anzahl der Gegner. Derartig riesige Schwärme treten aber höchst selten zur selben Zeit auf, meistens wenn man selbst auf irgendwelchen Vehikeln durch die Gegend braust. Dabei ist man leider oft nur Passagier und bedient die MGs. Mit diesen Szenarien ist „Black Hawk Down“ im Gegensatz zu anderen Shootern sehr gut bestückt, was den Shooter wenigstens einen Tick von anderen Spielen abheben kann.

Die technische Seite der Medaille
Man konnte es vermuten, aber bei einer Konsolenumsetzung eines PC-Spiels bleibt die Technik oft auf der Strecke. Schon die PC-Version gehörte mit ihren ziemlich großen Außenarealen nicht zur absoluten Oberklasse, was Grafik angeht. Leider sehen die Konsolenversionen nochmals deutlich schlechter aus. Die Xbox-Version kann noch einigermaßen zufriedenstellen, auch wenn es im Shooterbereich auch auf der Xbox eindeutig hübschere Ego-Shooter zu finden gibt.
Zumindest erkennt man auf der Microsoft-Konsole schon anhand des Grafikstils, um welches Spiel es sich handeln könnte. Die PS2-Version hingegen kann man optisch mit gutem Willen noch im unteren Mittelfeld einordnen. Der ein oder andere Effekt, wie Hitzeflimmern über Wüstensand, ist zwar ganz nett und sollte die Grafikqualität wohl noch, so gut es geht, retten, doch die verwaschenen Texturen, die kantigen Models und Umgebungen, sowie das leidige Kantenflimmern lassen das Spiel visuell ganz schön abgleiten.
Besser hat man die akustische Seite des Spiels umgesetzt. Geräuschkulisse und Sounds sind allesamt in Ordnung, hauen aber niemanden vom Hocker. Die in Englisch belassene Synchronisation ist auf einem guten Niveau, deutsche Synchronsprecher hätten die Atmosphäre wahrscheinlich auch zerrissen. Der geschichtliche Hintergrund ist nun mal sehr US-nah.
 Screenshots
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 Facts
Name: Delta Force: Black Hawk Down
Aktuell betrachtet:
Von uns getestet für:
Hersteller: Novalogic
Genre: Ego-Shooter
Spieler: 1-32
HDTV bis zu: -
MemoryCard: n/a
Altersfreigabe: Ab 16 Jahren
Sprache/Texte: Englisch/Deutsch
Geeignet für: Wüstenkämpfer mit wenig Anspruch.
Release:26.08.05
 Pro + Cons
 PRO:
+ 32 Spieler online
+ Verstellbarer Schwierigkeitsgrad
+ Gutes Speichersystem
+ Interessantes Setting
+ Koop-Modus
+ Verschiedene Spielerklassen
 CONTRA:
- Antiquierte Optik
- K.I. total verblödet
- Unausgereifte Spracherkennung
- Komplizierte Befehlsgebung
- Viel von PC-Original übernommen
- Zu kurze Spielzeit (Kampagne)
- Etwas umständliche Tastenbelegung
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