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Im Dezember 1992 sendeten die USA auf Drängen der UNO rund 20.000 Marines nach Somalia, die sicherzustellen hatten, dass die Hilfslieferungen in das Bürgerkriegsland auch wirklich die Bedürftigen erreichten. Zusätzliches Problem waren die konkurrierenden Clans, die zwar in dem Hilfsangebot der USA und UN keine Hilfe, sondern eine Bedrohung sahen, aber von der UN beinahe zu einer Zusammenarbeit in einer Koalitionsregierung bewegt werden konnten. Fast alle Clanführer hatte man schon überzeugt, doch General Mohammed Farrah Aidid weigerte sich weiterhin, er strebte nämlich selbst die Macht in Somalia an. So entschied man sich bei den USA, Aidid in Haft zu nehmen, um Somalia wieder Hoffnung zu spenden.
Nicht alles lief nach Plan
Doch auch in der Bevölkerung bekamen die Blauhelme immer mehr Probleme. Bei den zahlreichen Versuchen, Aidid zu fassen, wurden bis 1993 viele Somalis getötet, bis die Stimmung in der Bevölkerung endgültig gegen die Hilfstruppen kippte. Die USA verlegten sogar Spezialeinheiten in das Gebiet, um den widerspenstigen Führer zu fassen. Der 3. Oktober 1993 war dann der verhängnisvolle Tag, den die ganze Welt wohl nicht mehr vergessen wird. Zwei von Aidids Beratern wurden vom US-Geheimdienst auf einer Versammlung in Mogadischu gesichtet. Unklar war jedoch, ob Aidid sich ebenfalls dort aufhielt. Dennoch entschieden sich die US-Offiziere sofort loszuschlagen. Geplant war, die Delta Force-Spezialeinheit direkt an dem Gebäude abzusetzen und - während diese zumindest die beiden Mitarbeiter Aidids gefangen nehmen sollten - dass US-Ranger, sich von Black Hawk-Helicoptern abseilend, Schutz geben sollten. Ein Konvoi mit 12 bewaffneten Humvee-Geländewagen sollte sich dann dem Gebäude nähern und die Gefangenen abtransportieren, während die Helicopter Feuerschutz boten.
Doch Aidids Anhänger schossen einen Black Hawk-Helikopter ab, die Bevölkerung strömte sofort zur Absturzstelle und bildete Straßensperren, um die Ein- oder Ausfahrt für die US-Truppen zu verhindern. Die Besatzung wurde mit viel Gewalt konfrontiert und wenig später wurde auch ein zweiter Black Hawk abgeschossen, von dessen Besatzung nur eine Person nicht getötet wurde. Das hässliche Schauspiel war in vollem Gange, während die am Einsatz beteiligten Marines mehr als 16 Stunden um ihr Leben kämpften, schleiften die Somalis die nackten Leichen der getöteten amerikanischen Soldaten durch die Straßen, traten sie oder schlugen mit Knüppeln auf die Körper ein. Diese Bilder erreichten die Öffentlichkeit erst am nächsten Morgen, während die Regierung im Weißen Haus schwere Bewaffnung als Unterstützung von der UN angefordert hatte. Es wurden Panzerkonvois aus pakistanischen und malaysischen Einheiten zusammengestellt. Bei dieser traurigen und schockierenden Mission starben 18 G.I.s und über 1000 Somalis…Hollywood verfilmte diese Geschichte bereits. Mit dem Kinofilm Black Hawk Down hat das Spiel aber direkt nichts zu tun.
Großes PC-Vorbild
Und genau diesen erschreckenden Hintergrund nutzt Novalogic mit „Delta Force: Black Hawk Down“ als Rahmengeschichte für ihren Shooter. Den geschichtlichen Hintergrund sollte man zumindest etwas ausführlicher kennen. PC-Spieler werden dennoch nur müde gähnen, das Spiel erschien nämlich schon im Frühjahr 2004 und sollte dann komplett neu für die Konsolen Xbox und PlayStation 2 entwickelt werden. Und damit wirbt der Entwickler auch unverhohlen, aber um es vorweg zu nehmen: Viele Level oder zumindest Levelabschnitte hat man ganz einfach bei der PC-Version geklaut.
Das beginnt schon am Anfang. Die Mission, in der man im Geländewagen durch den Wüstensand brettert und UN-Truppen mit seiner MG auf dem Fahrzeug schützen soll, gab es inhaltlich quasi 1:1 auch auf dem PC.
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