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Prince of Persia (PoP) ist keine Neuerfindung. Bereits im Jahre 1989 wurde der Prinz geboren. Damals überraschte PoP mit den wohl besten Sprung- und Kampfeinlagen und den besten Animationen, die man bis dato bei einem Computerspiel gesehen hatte. Es folgte mit Prince of Persia 3D ein Comebackversuch im Jahre 1999, das aber weit von der Qualität des tollen Klassikers entfernt war. Im letzten Winter folgte dann ein weiter Versuch mit Prince of Persia: The Sands of Time. Zunächst exklusiv für die PlayStation 2 und den PC kommt der neuste Ableger nun auch auf die Xbox und den GameCube. Ob das neue PoP an den Erfolg des 89er-Klassikers anknüpfen kann oder ob es sich um einen weiteren Ausrutscher alá PoP 3D handelt, wollen wir in unserem Test aller Versionen klären.
Wie es sich für einen wahren Prinzen gehört, stehen wir unserem Vater natürlich hilfreich zur Seite. Auf unserem ersten Feldzug finden wir im Palast des Maharadscha den Dolch der Zeit, außerdem eine überdimensionale Sanduhr. Unser Vater und seine Berater bringen uns schließlich dazu, den Dolch der Zeit in die Sanduhr zu stecken. Und hier beginnt auch schon das Unheil: Dieser Vorgang entfesselt den Sands of Time und verwandelt alle Anwesenden in erschreckende Monster. Schnell schnappen wir als Prinz und den Dolch der Zeit und verschwinden so schnell wie nur möglich. Dieser Dolch soll im Verlauf des Spiels noch eine große Rolle spielen…
Löblich zu erwähnen ist auf jeden Fall die Tatsache, dass die Entwickler von Ubisoft Montreal (Splinter Cell, Rainbow Six 3) dem Klassiker in vielerlei Hinsicht treu geblieben sind. Immer noch müssen verschiedene Hindernisse überwunden werden, doch dieses Mal wird das Geschehen komplett in die dritte Dimension verlagert. Ihr müsst über Abgründe gelangen, an Wänden entlang laufen, an Hindernissen voran hangeln und vieles mehr. Die Action kommt dabei natürlich auch nicht zu kurz, denn oft werdet ihr in Kämpfe verwickelt. Dieses Gameplay ist einfach nur fesselnd und bringt selbst in den späteren Leveln noch eine Menge Spaß. Bei den Geschicklichkeitsübungen gibt es einen derart großen Bewegungsreichtum, wie man es selten zuvor gesehen hat. Nur wenige Tastenkombinationen sind nötig um den Prinzen Springen, Klettern, Schwingen, Balancieren, Hangeln und natürlich Kämpfen zu lassen. Dabei geht die Steuerung auf allen Systemen, auch mit der Maus am PC, leicht von der Hand. Ein Knopfdruck genügt zum Beispiel um an Wänden entlang zu laufen. Auch im Kampf genügen praktisch nur zwei Tasten, um erfolgreich aus jenem wieder heraus zu kommen. Also eine sehr vorbildliche Steuerung, die POP hier bietet. Außerdem greift einem das Spiel automatisch dezent unter die Arme. Der Prinz hält sich automatisch an Kanten fest, erst auf Druck des richtigen Buttons zieht der Prinz sich hoch oder lässt sich fallen. Missgeschickte durch Berührung des Unten-Buttons auf dem Steuerkreuz, wie bei manch anderen Spielen, ist somit ausgeschlossen.
So versucht Ihr mit euren Fähigkeiten ein Areal nach dem Anderen hinter euch zu lassen, auch wenn dies nicht ganz einfach ist. Zahlreiche Fallen warten auf den Prinzen, die erstmal überwunden werden müssen. Solltet ihr dennoch mal scheitern bedeutet dies nicht gleich das Ende. Nach dem vermeintlichen Tod spricht der Prinz zu euch, dass es so nicht geschehen sei, was kurioser Weise auch der Wahrheit entspricht. Denn hier kommt nun der Dolch der Zeit zum Einsatz. Habt ihr genug Sand in eurem Tank könnt ihr die Zeit zu einem beliebigen Zeitpunkt zurückdrehen. Natürlich ist der Zeitraum durch den Tank begrenzt.
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