Diablo III
Blizzard gehackt! Battle.net-Account-Daten gestohlen!
HOT! Auf Zahlungsinformationen sei nicht zugegriffen worden, diese seien sicher
10.08.12 um 03:27 von Stefan
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Blizzard wurde gehackt, wie das Unternehmen nun bekannt gab. Gleichzeitig empfiehlt Blizzard, möglichst schnell das Passwort für euren Battle.net-Account zu ändern. Wie viele Konten von dem Hack betroffen sind, sagte Blizzard nicht. Es scheint aber besonders Daten nordamerikanische Nutzer erwischt zu haben.

Bei dem illegalen Zugriff wurden nämlich Email-Adressen globaler Battle.net-Accounts außerhalb Chinas gestohlen, zusammen mit Antworten auf Sicherheitsfragen sowie Informationen verbunden mit dem mobilen und dem dial-in Authenticator nordamerikasnischer Nutzer. Verschlüsselte Passwörter von nordamerikanischen Battle.net-Konten wurden offenbar auch entwendet, wie Blizzards CEO Mike Morhaime in einem Statement zugibt.

Morhaime sagt in dem Statement außerdem: »Unser Sicherheitsteam stellte diese Woche einen unauthorisierten und illegalen Zugriff auf unser internes Netwerk hier bei Blizzard fest.«

»Ausgehend vom derzeitigen Wissensstand reichen diese Informationen alleine nicht aus, um irgendjemandem Zugriff auf Battle.net-Accounts zu gewähren«, schiebt Morhaime ausdrücklich hinterher.

Die Nutzer des Battle.net sind angehalten, schnell ihr Passwort zu ändern. Eine Änderungspflicht der Sicherheitsfrage befindet sich bereits in der Vorbereitung, betrifft aber zunächst wohl nur Nordamerika.

»Bis zu diesem Zeitpunkt haben wir keine Beweise dafür, dass Zahlungsinformationen wie Kreditkarten-Informationen, Rechnungsanschrift oder eure Echtnamen kompromittiert wurden. Unsere Untersuchungen laufen, aber bislang gibt es nichts, was darauf hindeutet, dass auf diese Informationen zugegriffen wurde.«

Blizzard hat eine FAQ-Seite zum Hack bereit gestellt, auf der ihr euch im Detail informieren könnt.

Durch Blizzards Battle.net lassen sich die Spiele des Studios wie Diablo III, StarCraft II oder World of Warcraft spielen, außerdem bietet der Service Funktionen eines sozialen Netzwerks mit Freundeslisten, Chats, Erfolgen und ähnlichem.

Doch das Battle.net sei laut Morhaime technisch so designt, dass es extrem schwierig sei, Benutzer-Passwörter zu extrahieren: »Das bedeutet auch, dass jedes Passwort einzelnd entschlüsselt werden muss«, sagt er.

»Als Vorsichtsmaßnahme empfehlen wir [zumindest] Spielern auf nordamerikanischen Servern, ihr Passwort zu ändern. Wenn ihr das gleiche Passwort woanders benutzt habt, solltet ihr es dort auch ändern.«

Zwar scheinen die meisten Informationen von nordamerikanischen Nutzern kompromittiert worden zu sein, doch wer sich hier in der EU unsicher ist, sollte sein Passwort dennoch ändern, was unter diesem Link möglich ist.

»In den kommenden Tagen werden wir Spieler auf den nordamerikanischen Servern bitten, ihre Sicherheitsfrage und -Antwort zu ändern - über einen automatisierten Prozess. Ebenso wird es mit dem mobilen Authenticator sein und es wird ein Update der Authenticator-Software geben.«

»Wir nehmen die Sicherheit eurer persönlichen Informationen sehr ernst und es tut uns sehr leid, dass dies passiert ist.«

Blizzard ist nur das neuste Opfer in einer Reihe von Hacks gegen Unternehmen oder Services in der Videospielindustrie. Prominentester Fall ist wohl der Hack des PlayStation Networks und Sony Online Entertainment, bei dem im April 2011 zusammen rund 100 Mio. Nutzerkonten kompromittiert wurden und der zu einem wochenlangen Ausfall des PlayStation Networks führte.
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