Street Fighter X Tekken
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Capcom überarbeitete Street Fighter X Tekken-Producer und beachtete Krankenhausaufenthalt nicht
HOT! Gefährden die Arbeitsbedingungen bei Capcom die Angestellten?
13.06.12 um 01:36 von Stefan
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Einige von euch werden es vor einigen Wochen sicherlich mitbekommen haben: Street Fighter-Producer Yoshinori Ono wurde plötzlich ins Krankenhaus eingeliefert, der genaue Grund ist bis heute unbekannt. Nun saß Ono-san aber für ein Interview mit den britischen Kollegen von "Eurogamer" zusammen und gab dabei einen guten Einblick hinter die Kulissen bei Capcom und warum einige bekannte Entwickler, darunter die führenden Köpfe hinter der Mega Man- oder Resident Evil-Serie, den japanischen Publisher in den letzten Jahren verlassen haben.

Ono ist sowohl für die kreative Richtung von Capcoms Kampfspielen als auch für deren Marketing verantwortlich. Somit kann sich jeder von uns ausmalen, dass Ono-san alle Hände voll zu tun hatte und derzeitig auch wohl wieder hat.

Nach einer anstrengenden Promo-Tour für Street Fighter X Tekken kam Ono-san zurück nach Hause in Osaka. Doch er schaffte es nur noch bis ins Badezimmer und verlor dort plötzlich das Bewusstsein, wurde aber von seiner Frau gefunden. Nachdem er ins Krankenhaus gebracht wurde sagten ihm die Ärzte, seine Blutwerte seinen auf dem gleichen Niveau wie bei »jemandem, der soeben einen Marathon gelaufen sei«.

»Niemand hat mir gesagt, dass ich mich ausruhen soll. Als ich zurückkam, beachtete Capcom nicht mal, dass ich im Krankenhaus war. Es gab keinerlei Änderung bei meinen Terminen. Ich war gerade mal eine Woche zuhause bevor mir die Ärzte wieder erlaubten, zu arbeiten. Als ich dann zurück an meinem Schreibtisch war, lag dort ein Ticket nach Rom. Es gab kein Mitleid. Jeder im Unternehmen sagt: "Ono-san, wir waren so besorgt." Dann aber verplant man meine Zeit mit lauter Dingen, die zu erledigen sind«, so Ono-san.

Ähnlich soll es schon 1993 gewesen sein als Ono bei Capcom anfing. Der damalige Sound-Programmer schaffte es zeitweise nur zum schlafen nach Hause. »Schon damals war Capcom sehr gut darin, Leute bis zum letzten Tropfen Blut auszuquetschen, damit die Arbeit erledigt wird.«

Aber ihr als Fans seid es, die Ono-san jeden Tag antreiben und seine »Leidenschaft beflügeln«. Und für ihn ist es insbesondere Street Fighter, das die Fans und Community global verbindet, wo man vorher nur als kleine Gruppe vor dem TV oder in der Arcade-Halle saß.

Doch in dem Interview beschreibt Ono-san auch, dass Street Fighter für Capcom ein »ungewolltes Kind« war. Der Publisher war der Meinung, die Entwicklung neuer Teile sei Verschwendung von Ressourcen, die niemals zu Gewinn führen würden. Stattdessen sollte man diese in Zugpferde wie Resident Evil investieren. Doch Ono-san rief die Fans auf, sich für ein neues Street Fighter auszusprechen und bekam dann aufgrund des Drucks der Fan-Base grünes Licht. Nur die Fans könnten Capcom unter Druck setzen.

Wir empfehlen euch das gesamte Interview, das einen spannenden wie auch etwas erschreckenden Einblick hinter die Kulissen der Industrie ermöglicht.
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