Die Kritiken der Videospielpresse zum Survival-Horror-Game Amy scheinen an Lexis Numérique förmlich abzuprallen. Auf der Facebook-Seite des Spiels wird hervorgehoben, dass Amy seit dem Launch in der letzten Woche auf Platz 1 der täglichen Xbox Live Arcade Charts in allen großen Territorien sei.
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Wir wollen allen danken, die das Spiel gekauft und auf dem Xbox Live Markplatz und im PSN bewertet haben. Amy hält #1 in den täglichen XBLA Charts seit seinem Launch in allen großen Territorien und die Spieler haben es mit 3 bis 4 von 5 auf XBLA und höher als 4 im PSN bewertet, trotz der Kontroverse«, so der
Facebook-Eintrag.
Dass Amy seit letzter Woche täglich auf Platz 1 der täglichen XBLA Charts ist, sieht natürlich nach einer großen Hausnummer von Argument aus, gleichzeitig war die Konkurrenz mit nur einem weiteren Spiel in der gleichen Woche denkbar klein. Diese kleine Tatsache behält Lexis Numérique natürlich für sich. Außerdem ist "Kontroverse" noch eine vorsichtige Ausdrucksweise. Auf "Metacritic.com" steht die Xbox 360-Version derzeitig bei einer durchschnittlichen Pressebewertung von 22 Prozent, die PS3-Version bei 35 Prozent und auch
im GamePire-Test kam die PS3-Version nur mit enttäuschenden 48 Prozent davon.
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Für uns sind die Spielerbewertungen (fast 9500 bislang) die Wichtigsten.«
Es scheint als sei Lexis Numérique total resistent, was die Kritik der Presse angeht. Kein Wort der Entschuldigung für die schlechte Qualität zu den Spielern, kein Wort zu einem Patch, der zumindest ein paar Kritikpunkte beheben könnte. Oder liegt der Fehler bei einer falschen Wahrnehmung während des Spielens von uns Journalisten?
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Wie viele von euch bestimmt gehört haben, ist Amy ein schweres Spiel. Einige Leute mögen das überhaupt nicht, während es andere wirklich super finden«, so die Antwort von Lexis Numérique. »
Wir glauben, dass das ein Teil der Survival-Erfahrung ist, die wir kreieren wollten und die herausfordernd sein sollte.«
Achso! Dann haben wir und der Großteil unserer Pressekollegen natürlich ein völlig falsches Bild von Amy. Die miese Steuerung, die schlechte Kameraführung, seltsame Rätsel und Logikfehler, ein unverschämtes Checkpointsystem, eine unausgereifte K.I. und andere Fehler machen das Spiel gar nicht so frustrierend und schlecht, sondern nur schwer. Warum sind wir darauf nicht früher gekommen?
Lexis Numérique empfiehlt übrigens, Amy zuerst auf "leicht" auszuprobieren. Was man gegen die Steuerung, Kamera und die anderen Mängel tun kann, darauf gibt man den Spielern leider keine geeignete Antwort.
Entweder Lexis Numérique verschließt die Augen und hat eine völlig verdrehte Wahrnehmung und Einschätzung der Qualität von Amy oder das Unternehmen will die Qualität gegenüber Spielern, die sich bislang nur wenig oder ausschließlich über offizielle Kanäle zum Spiel informiert haben, so lange wie möglich verschleiern.
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