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Ende des Jahres soll mit Far Cry 2 der offizielle Nachfolger des erfolgreichen Shooters aus dem Hause Crytek erscheinen. Doch nicht mehr das deutsche Studio ist für die Entwicklung verantwortlich, die Arbeit hat nun Ubisoft Montreal übernommen. Far Cry 2 hat nicht mehr viel mit dem ersten Teilt zu tun. Dennoch haben wir eine noch frühe Version des Spiels auf der Xbox 360 gesehen und haben zudem weitere Infos zum Map Editor, der jeder Version des Spiels beiliegen wird.
50x50 Km Level
Zu Beginn gibt es eine etwas längere Ladezeit, danach jedoch ist das Spiel völlig frei von Ladezeiten und das werdet ihr spätestens dann zu schätzen wissen, wenn ihr anfangt, die 50 Km² große Umgebung zu erkunden. Während der Ladezeit gibt es übrigens eine Zusammenfassung der bisherigen Ereignisse (Recap) in Textform. Zum Erkunden der in Afrika liegenden Umgebung solltet ihr hin und wieder auch mal die Fahrzeuge nutzen, denn zu Fuß kann das Erkunden etwas dauern. Im Spiel gibt es insgesamt 14 Vehikel, vom Jeep über den serientypischen Hangglider bis zum Boot. Aber aufpassen: Die K.I. kann eure Fahrzeuge lahm legen, eine Reparatur kostet Zeit.
Wir starteten im Headquarter einer der beiden Fraktionen im Spiel, wo gerade eine Einsatzbesprechung stattfindet. Am Ende hält man uns Unterlagen hin und wartet darauf, dass wir annehmen. Doch die Entscheidung liegt beim Spieler. Man muss die Mission nicht annehmen, dann entgehen einem aber auch die entsprechenden Belohnungen, die gewunken hätten. Außerdem sammelt man während der Missionen sogenannte „Conflict Diamonds“, die später zum Upgrade der Waffen benötigt werden. An eurer Seite stehen wahlweise auch Buddy Charaktere (Freunde), die euch hauptsächlich beim Erkunden helfen, aber auch Sidequest bereitstellen. Je nachdem wie eure Reputation ist, reagieren die Mitglieder der Fraktionen übrigens auch unterschiedlich. Wenn ihr nicht gerade angesehen seid, werdet ihr schnell gescheucht, man begegnet euch nicht mit Respekt, man macht den Weg nicht frei, wenn ihr vorbei kommt.
Open World
Um zu speichern, müsst ihr sogenannte Save Houses aufsuchen. Hier könnt ihr speichern, doch diese Häuser müsst ihr zunächst suchen und besetzen. Dann jedoch könnt ihr nicht nur speichern, sondern auch Munition und Waffen lagern. Wir rüsten uns aus und verfolgen unseren Weg weiter. Unterwegs erreichen wir ein Lager und spähen dieses mit dem Fernglas aus. Spüren wir damit ein Fahrzeug auf, werden alle Fahrzeuge in der Nähe auf der Karte markiert. Die Karte wird in Echtzeit vom Charakter festgehalten, also kein Wechsel in ein Map-Menü nötig. Die Map ist in den Spielablauf also vollständig integriert.
Die Gegner, die wir beobachten, gehen ganz normalen Tätigkeiten nach. Wache stehen, Feuer machen… Doch wie uns Patrick Reddick vom Far Cry 2-Team versicherte, sind diese Aufgaben nicht zugeweisen. Die K.I. ist autonom und sucht sich selbstständig Aufgaben, so dass diese jedes Mal etwas anderes machen. Wir unterbrechen jegliche nicht kriegerische K.I.-Tätigkeit und greifen das Lager mit einer Rakete an. Eine Munitionskiste wird dabei auch getroffen, es gibt mehrere Explosionen, die Kiste explodiert und explodiert… In der Nähe breitet sich außerdem ein Feuer aus, ein Baum steht in Flammen.
Den Schwierigkeitsgrad kann man übrigens jederzeit im Spiel umstellen, wer doch mal Probleme bekommt, heilt sich mit einer Spritze, die sich der Charakter in den Arm rammt. Wenn man sogar stirbt, ist man nicht zwangsläufig auch tot. Unser zweiter Buddy Charakter hilft uns, schleppt uns aus dem Gefahrenbereich, kümmert sich um unsere Wunden und rückt dann vor in den Kampf. Dabei kann der Buddy Charakter auch drauf gehen. Dann ist dieser auch nicht mehr für das Spiel verfügbar und seine Sidequests können von uns nicht mehr absolviert werden.
Eigene Maps bauen – wie die Entwickler
Nun zum Map Editor, der der PC, Xbox 360 und PS3-Version beiliegt. Das gleiche Programm nutzen auch die Entwickler, um ihre Level zu erstellen. In der Mitte des Bildschirms wird ein Rad eingeblendet, auf dem alle Hilfsmittel anwählbar sind, zumindest in den Konsolenversionen. Nun kann man zum Beispiel Berge hochziehen oder Gräben ziehen und damit diese schön realistisch aussehen, passt der Editor alles noch eigenständig an und berechnet eine realistische Geometrie des gerade erstellten Terrain. Auch Bäume kann man ganz einfach großflächig in die Landschaft setzen, und auch hier ergänzt der Editor kleinere Pflanzen in der Nähe der Bäume, damit die Umgebung realistisch wirkt. Auch das Setting kann man ganz schnell ändern: Aus Steppe macht man durch eine Option einfach einen tropischen Wald und der Editor rechnet alles, was man bisher erstellt hat, für das neue Setting um.
Und was man bisher erstellt hat, kann man jederzeit testen, indem man in die Map springt. Im fertigen Spiel wird man jedoch nur Multiplayer-Maps erstellen können, sbs zu 16 Spieler können diese dann online spielen. Man will sogar eine Rangliste anbieten, auf der Spieler die besten Maps bewerten können.
Technisch sieht das Spiel durch den geschickten Einsatz von Shadertechniken hervorragend aus. Das Spiel läuft flüssig auf der von Ubisoft neuentwickelten Dunia-Engine, die weitläufige Level darstellen kann, sowie eine realistische Flora und Fauna. Die Bäume bewegen sich im Wind, der Wind wird physikalisch korrekt berechnet, Tiere bewegen sich durch die Welt, fleischfressende Tiere gibt es aber nicht. Auch einen stufenlosen Tag und Nachtwechsel gibt es, wodurch sich natürlich auch die Atmosphäre verändert.
Die Explosionen sehen auf der Konsole jedoch nicht so bombastisch aus wie in der PC-Version. Erscheinen soll Far Cry 2 Ende des Jahres für PC, Xbox 360 und PlayStation 3. Die PlayStation 3–Version wird im Übrigen Trophäen unterstützen. Das ist doch eine gute Nachricht.
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