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Mass Effect von BioWare (Knight oft he Old Republic) zählt zu den heißesten Rollenspielen für 2007. Das Spiel, das bereits mehr als drei Jahre in Entwicklung ist, erscheint exklusiv für die Xbox 360 und wurde uns von Christina Norman, Lead Programmer, näher vorgestellt.
Sieht bekannt aus
Mass Effect sieht KotOR zunächst sehr ähnlich. Christina zeigte uns zunächst, wie wir einen neuen Charakter in unser Squad aufnehmen. Sie sprach mit Wrex, einem Crogan-Charakter, die vor einiger Zeit mal eine große Bedrohung für die Galaxie waren. Während des Gesprächs sieht man sehr gut, wie die Dialoge in Mass Effect funktionieren: Ihr habt auf dem Bildschirm an einem Ring verschiedene Auswahlmöglichkeiten. Diese Antworten sind jedoch nur kurze Zusammenfassungen von dem, was euer Charakter von sich gibt, denn aussprechen wird dieser nicht exakt das, was ihr ausgewählt habt. Vielmehr ist die Auswahl der Antwort nur eine inhaltliche Zusammenfassung des folgenden Dialogs.
Nach dem Gespräch mit Wrex kann man über die Aufnahme in sein Squad entscheiden. Bis zu sechs Charaktere können in eurem Squad sein, drei Charaktere können sich jedoch nur in eurer Party befinden. Diese solltet ihr je nach deren Fähigkeiten aussuchen. Da Wrex über nützliche Fähigkeiten verfügt, haben wir ihn in unser Squad aufgenommen.
Die Charaktere lassen sich übrigens enorm facettenreich anpassen, was uns Christina kurz vorführte. Das betrifft auch Waffen, die man alle in Echtzeit am Körper der Charaktere erkennen kann. Um so manchen Waffentyp jedoch nutzen zu können, bedarf es entsprechender Talente. Diese kann man über das Talente-System freischalten. Einfach die gesammelten Punkte auf die entsprechenden Talente verteilen und ab einem bestimmten Punkt schalten sich dann weitere Talente frei, auf die man nun ebenfalls Punkte verteilen kann. Die Talente unterteilen sich dabei in Kampf-Talente und Nicht-Kampf-Talente auf.
Punkte für Talente sammelt ihr natürlich während eurer Quests und davon gibt es einige. Auf einem Raumschiff, sozusagen der Missionszentrale, können wir zum einen das Schiff erkunden und neue Items und Waffen kaufen, sondern auch auf die Galaxy-Map zugreifen. Diese Karte zeigt das komplette Universum, aufgeteilt in verschiedene Ebenen. So geht man von Universum, zu Galaxie bis hin zum Sonnensystem die verschiedenen Ebenen durch und findet unter den mehreren System jede Menge Planeten. Steht die „Lande-Option“ zur Verfügung, kann man den Planten besuchen und dort Quests erledigen. Und wir erwähnen es gerne nochmal: Es gibt unheimlich viele Planeten! Dennoch liegt die Spieldauer des Spiels bei etwa 20 Stunden wie uns Christina erzählte, doch nur wenn man strickt nach Ziel vorgeht und sämtliche Nebenquests außen vor lässt.
Ab in den Urlaub
Wir wählen also den Tropen-Planeten Virmire aus, der starkes Karibik-Flair verbreitet, und werden dort mit einem Fahrzeug abgeworfen, da die Luftabwehr des Planeten zu stark ist, um mit unserem Schiff zu landen. Das Tuppentransporter-ähnliche Fahrzeug verfügt über eine Kanone und eine kleinkalibrige Waffe, mit der natürlich sofort die ersten Gegner ausgeschaltet werden, die ein für uns wichtiges Bauwerk innehalten. Ankommenden Raketengeschossen weichen wir mit den Jump-Jets des Fahrzeugs aus.
Christina zeigte uns jetzt aber auch, wie die Kämpfe in Mass Effect ablaufen. Im Kampf erinnert die Über-Schulter-Perspektive ziemlich stark an Resident Evil 4. Überhaupt wirkt der Kampf sehr actionorientiert und eher wie in einem Action-Spiel. Was dann allerdings wieder an ein Rollenspiel erinnert sind die zusätzlichen Fähigkeiten, z.B. Gegner schweben lassen und diese dann in der Luft erledigen. An dieser Stelle zeigte Christina das sogenannte Talent Wheel. Über ein kreisförmiges Menü hat man sofortigen Zugriff auf alle Talente und damit Fähigkeiten aller Charaktere in seinem Squad, was im Kampf sehr nützlich sein kann.
Kampfsystem im Fokus
Nach dem Kampf stellt sich heraus, dass eine Art Mittel gegen die Crogan existiert, die ja von vielen als Bedrohung angesehen werden. Der Spieler ist nun in einem Dilemma. Soll man das Mittel zerstören, was Wrex natürlich überhaupt nicht passt, oder soll man auf Rex hören. Es kommt zu einem ganz besonderen Dialog, in dem man entscheiden muss wie man vorgeht. Dieses Mal stehen jedoch mehr und vor allem differenziertere Möglichkeiten zur Verfügung. Man kann versuchen Wrex zu überzeugen, man kann ihn töten, man kann andere Charaktere zur Hilfe rufen, um den Konfikt zu klären oder man kann gegen ihn kämpfen. Natürlich wirkt sich eure Entscheidung auf den späteren Spielverlauf aus.
So wird das fertige Spiel verschiedene Enden bieten, wie viel genau wollte oder konnte uns die Programmiererin nicht sagen. Man bemüht sich bei BioWare aber den Wiederspielwert von Mass Effect hochzuhalten. Und das nicht nur durch verschiedene Enden, man soll das RPG auch mal auf der guten und mal auf der bösen Seite absolvieren.
Technisch macht Mass Effect einen sehr ausgereiften Einduck. Nicht nur das die Planeten sehr detailliert sind, mit wunderbaren Licht- oder Wassereffekten aufwarten, auch die Gesichtsanimationen wirken sehr realistisch. Das kommt besonders während der Dialoge zum Vorschein, wenn die Gesichter der Charaktere im Closeup gezeigt werden. Grafisch werdet ihr von Mass Effect auf jeden Fall begeistert sein, wenn der Titel erscheint. In den USA soll dies noch im November 2007 der Fall sein und auch nach einem EU-Temin haben wir nochmal ausdrücklich gefragt. Der soll schon in kürze offiziell bekannt gegeben werden.
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