Resident Evil 7

Ethan ist kein Action-Held, der den Kampf gelernt hat. Er ist zu jeder Zeit verwundbar und den Gegnern immer unterlegen. Im Haus gibt es nur sehr begrenzte Vorräte an Munition, Heilkräuter und anderen Gegenständen, die ihr daher sehr bedacht einsetzen solltet. Ein Schuss in den Kopf oder das Bein des Gegners kann eure Möglichkeit zur Flucht sein, oft ist es jedoch schlicht ratsamer, auf wilde Ballerei zu verzichten und sich irgendwo vor den Bakers zu verstecken. Eure einzige Chance zum Durchatmen sind die Save-Rooms. Dort könnt ihr mit Hilfe eines Rekorders speichern und niemand kann euch dort etwas anhaben. Nach dem ersten Durchspielen schaltet ihr den Asylum-Schwierigkeitsgrad frei, in dem die Möglichkeit zu speichern begrenzt ist.

Um einen Ausweg vom Anwesen der Bakers zu finden, müssen wieder jede Menge Rätsel gelöst werden. Das reicht von simplen Objekträtseln, bei denen ihr Objekte finden müsst, um diese irgendwo einzusetzen und so ein Schloss zu entriegeln, bis hin zu Licht- und Schattenspielen oder Schalterrätseln. Wirklich harte Nüsse sind nicht dabei, wir begrüßen dennoch ausdrücklich den merklich gewachsenen Fokus auf Rätsel und Puzzle. Selbst wenn die Denkaufgaben an sich nicht so schwierig sind, macht es einem der Druck und Stress durch die im Haus herumwandernde Baker-Familie wirklich nicht leicht, einen klaren Gedanken zu fassen. Wer weiß, was in unserem Rücken gerade passiert…? Während des Spiels findet ihr auch immer wieder VHS-Kassetten, die ihr an verschiedenen VHS-Rekordern abspielen könnt. Diese enthalten spielbare Mini-Szenarios, in denen ihr mehr über die Hintergründe und die Story erfahrt.

4D-Immersion mit VR und Geruch

Resident Evil 7 ist ohne Extras schon absoluter Horror und kontinuierlicher Stress, wer sich dann noch traut, die PlayStation VR aufzusetzen und in der virtuellen Realität der Baker-Familie gegenüber zu treten, der hat wirklich Eier aus Stahl. Exklusiv für die PS4-Version gibt es einen VR-Modus, der euer Blut zum gefrieren bringen wird – glaubt uns das. Die Steuerung gleicht der von Robinson: The Journey: Ihr bewegt euch leicht in eure Blickrichtung, wenn ihr euch stärker drehen wollt, geht das über den Analog-Stick des Controllers. Dabei bewegt ihr euch allerdings nicht mit einer fließenden Drehung, sondern in etwas größeren Sprüngen. Dadurch kann sich euer Gehirn blitzschnell auf die neue Position ausrichten und das Risiko von Motion Sickness wird minimiert. Wem Motion Sickness überhaupt nichts anhaben kann, der kann diese Option in den Einstellungen ändern.

Wenn man Jack und den anderen Verrückten aus nächster Nähe in die Augen blickt, man Geräusche hinter jeder dunklen Ecke hört und plötzlich das Licht für einige Sekunden ausgeht, nur um dann wieder einzusetzen und ihr dabei eine fiese Fratze direkt vor der Nase habt, dann fällt man dabei beinahe vom Stuhl! Diese Erfahrung ist so fcking creepy! Stetig gejagt zu werden und dabei vollkommen in die schaurige Welt von Resident Evil einzutauchen, erfordert jede Menge Mut und definitiv ein gesundes Herz.

Wem diese beängstigende Atmosphäre noch nicht reicht, kann dem Ganzen sogar noch einen drauf setzen: Capcom bietet für seinen neusten Horror-Titel eine VR-Kerze an, die tatsächlich nach Blut und vermodertem Holz riecht. Damit seid ihr dann nicht nur audio-visuell vollkommen von der ranzigen Villa umgeben, auch euer Geruchssinn lässt euch das ekelige Haus der Bakers bei jedem Atemzug spüren. Das ist zugleich super-abartig wie auch irgendwie extrem cool.

Ich bin seit 2004 Chefredakteur und Leiter von GamePire. Als Evil Genius hinter den Kulissen und Gaming/Tech-Nerd gehört FIFA für mich nach 15 Jahren in der Gaming-Industrie immer noch genauso jedes Jahr zu den Highlights wie krachende Action- und Horror-Games oder super-schnelle Racing-Titel. Über innovative Hardware freue ich mich immer sehr und bin zudem ausgesprochener Fan der VR-Technologie. Auf Social Networks bin ich zuhause! See you there!

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