Nioh

Mit Nioh möchte das japanische Entwicklerteam Team Ninja die Tradition fortführen, die sie vor Jahren mit Ninja Gaiden begründet hatten: Den Spieler herausfordern und über den Schwierigkeitsgrad bis an die Grenzen treiben. Ninja Gaiden war 2004 auf der Xbox eines der schwierigsten, wenn nicht sogar DAS schwierigste Videospiel seiner Zeit, noch lange bevor die Souls-Reihe und Bloodborne von From Software das Genre der bockschweren Hardcore-Games neu erfand. Nioh ist allerdings noch komplexer als das ohnehin schon unfassbar komplizierte Souls-Konzept und fordert dem Spieler ähnlich viel ab.

GamePire hat sich schon vor Verkaufsstart von Nioh dem beinahe unmöglichen Schwierigkeitsgrad gestellt und das Bloodborne mit Ninjas getestet!

Genau von den ebenfalls aus Japan stammenden From Software-Titeln ließ sich Team Ninja inspirieren und nahm die Popularität solcher Games wie Bloodborne zum Anlass, eine ähnlich schwere Herausforderung zu schaffen. Creative Director Tom Lee von Team Ninja ließ unlängst verlauten, dass in den Versuchen, ein breiteres Publikum zu erreichen, das Studio über die Jahre „Fundamente, unsere Integrität und letztlich unsere Identität verloren“ hätte.

Einer der größten Unterschiede zur Souls-Serie oder Bloodborne von From Software liegt vor allem im Setting von Nioh. Statt entlegene Burgen einer eigenständigen Fantasy-Welt zu erkunden, befindet sich der Spieler grundsätzlich in einer fiktiven Zeit des japanischen Feudalismus. Trotzdem beginnt das Spiel mit seinem Tutorial in England im Tower of London. Dort sitzt der Hauptprotagonist William im Gefängnis und wird von einer geisterhaften Erscheinung ins Freie geführt. Bereits hier erfahren wir von den Plänen Englands, das äußerst seltene Amarit an sich bringen zu wollen, um der übermächtigen spanischen Armada Einhalt zu bieten und darüber hinaus die Macht in der Welt an sich zu reißen. Schon früh wird William, in Ungnaden gefallener Pirat in Diensten der Engländer, in die Geschehnisse hineingezogen und kämpft fortan gegen kriegerische Menschen und mythologische Kreaturen.

Heimatgefühle

Die Spielmechanik von Nioh unterscheidet sich erstmal nicht grundlegend von der Souls-Serie oder Bloodborne. Die fordernden Kämpfe bedienen sich trotz ihres hohen Konzentrationsbedarfs einem nur knappen Pool an Angriffs-, Block- und Ausweichmanövern. Umfangreiche Kombo-Ketten oder Spezialangriffe sucht man zunächst vergebens. Wer sich blind in eine Monsterhorde hineinstürzt, der wird den Bildschirmtod mehr als nur einmal erleben. Insgesamt entpuppen sich die Level wirklich als große Herausforderung, an der man sich intensiv die Zähne ausbeißen kann. Auch mit Hunderten Stunden Erfahrung in diesem Genre haben wir wieder ziemlich viele Tode auf unserem Konto gesammelt. Der Erkundungsdrang nach möglicherweise versteckten Items an jeder verdeckten Ecke kommt schnell wieder auf und schon hat uns Nioh genau wie Bloodborne oder die Souls-Spiele schnell in seinen Bann gezogen. Nioh ist allerdings mehr als ein einfacher Klon und bietet auch Facetten, mit denen die Vorbilder nicht aufwarten.

Suche nach dem Loot

Laut Aussage von Tom Lee gab es allerdings noch einige andere Spiele, welche den Entwicklern während der Produktionsphase als Inspiration dienen. Darunter kein geringeres als Diablo III. Die Gemeinsamkeiten fallen dann auch sofort auf, sobald besiegte Gegner verschiedenste Gegenstände fallen lassen. Diese unterscheiden sich in der Qualität durch diverse Attribute oder Waffeneigenschaften. Zu Beginn fallen uns beispielsweise Bastardschwerter vor die Füße, die sich erstmal leicht unterscheiden, sich unserem Spielstil entsprechend aber anlegen lassen. Noch differenzierter wird die Auswahl der Gegenstände, wenn später „gewöhnliche“, „ungewöhnliche“, „seltene“ oder gar „einzigartige“ Gegenstände von den Gegnern fallen gelassen werden. Spätestens dann beginnt die Suche nach immer besserer Rüstung und Team Ninja schafft es, dass der Spieler bestimmte Gegner sogar mehrfach besiegt, um dadurch die ideale Stelle zum Farmen von seltenen Gegenständen zu finden.

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