Diablo III
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Das Böse ist zurück! Diablo III: 7 Tage danach
Seit 7 Tagen ist Diablo III erhältlich. Wir blicken auf die ersten Tage zurück.
21.05.12 um 21:17 von Stefan
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In wenigen Stunden sind genau sieben Tage vergangen, seit die Diablo III-Server in Europa live gingen und wahrscheinlich Millisekunden später wieder down waren. Zuvor stellte Blizzard das Spiel schon für einen Vorabdownload zur Verfügung und schaltete einige Stunden vor dem Release die Installationsserver online, damit die Fans Installationsprobleme frühzeitig lösen, den Release-Patch herunterladen und um 0:00 Uhr direkt losspielen können. Es folgte Ernüchterung, denn zu groß war der Ansturm von Millionen Spielern, die sich gleichzeitig anmelden wollten. Die Anmelde-Server für das Battle.net waren restlos überfordert, es gab haufenweise "Error 37" Fehlermeldungen: Die Server sind überlastet.

Ein holpriger Start
Die Spieler hämmerten ihr Passwort immer wieder in die Tastatur, aber der "Error 37" war allgegenwärtig. Blizzards Foren wurden von Wutausbrüchen überschwemmt. Auch das GamePire-Team wartete lange, um endlich auf den Server zu kommen. Über 1,5 Stunden dauerte es bis man nach einigen Versuchen in das Spiel kam. Und auch 7 Tage oder eine ganze Woche danach gibt es immer noch kleinere Probleme und nach Wartungsarbeiten an den Servern ist die Anmeldung zunächst schwierig, wenn die Server wieder live sind.
Große Spiele starten wohl nie ohne anfängliche Probleme und Diablo III zeigt, dass PC/Mac-exklusive Spiele in der mittlerweile von Konsolen dominierten Spielewelt immer noch sehr viele Gamer auf sich ziehen können. Diablo III zeigt aber darüber hinaus einen enormen Nachteil von Blizzards "immer online" Politik.

Error 37, Error 37, Error 37, Error 3003, Error 37
Um Diablo III zu spielen, ist eine Internet-Verbindung zwingend nötig. Dabei ist aber nicht von einer Aktivierung, einer Lizenzprüfung oder dem Multiplayer-Modus die Rede, man muss einfach immer mit dem Diablo III-Server verbunden sein. In den 1,5 Stunden nach dem Release, als sämtliche Server down waren, konnte kein einziger Spieler etwas mit seinem käuflich erworbenen Produkt anfangen. Kein Stück des Singleplayer-Modus konnte gespielt werden. Alles was blieb, war ein sehnsüchtiger Blick auf den Login-Bildschirm.
Hätte Blizzard ein solches Szenario nicht kommen sehen müssen? Das Unternehmen hat Erfahrung mit solchen Anstürmen, immerhin betreibt man das erfolgreichste Online-Rollenspiel World of Warcraft und hat diverse Addons dafür eingeführt. Diablo ist eine von Blizzards starken Marken und die Fans haben seit der letzten Diablo II-Erweiterung von 2001 rund 11 lange Jahre gewartet und geschmachtet. Die Beta musste beim offenen Beta-Wochenende schon Zugangsbeschränkt werden. Die Fans waren einfach heiß. Das Ganze war absehbar und dann hagelte es "Error 37" nach "Error 37". Und weiß überhaupt jemand, was die anderen 36 sind? Zwischendurch dann mal ein "Error 3003"... Wie viele Fehlermeldungen hat man bei Blizzard denn eingeplant? Diese Fragen kamen wohl vielen wartenden Diablo-Spielern. Der Vorfall löste jedenfalls eine wahre Spott-Kampagne rund um den nun wohl bekanntesten Fehler aus, wie zum Beispiel das folgende, sehr lustige Video "Wenn Diablo 3 eine Frau wäre" zeigt. Zumindest unsere männlichen Leser werden die vergleichbare Gefühlslage wohl bestätigen können:

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