Umbrella Corps

Oh wei, oh wei!

Capcom hat seine Resident Evil-Marke in den letzten Jahren ganz schön ausgeschlachtet. Die Action betonten nummerierten Resident Evil 5 & 6 der Kernreihe trafen nicht unbedingt den Nerv der Fans, darüber hinaus gab es einige Remakes wie das Original-Resident Evil für die neuen Konsolen sowie weitere Portierungen. Mit Spinoffs experimentiert Capcom ebenfalls schon länger herum. Neustes Schreckensgespenst dieser Experimente ist der Teamshooter Umbrella Corps, den man lieber ganz schnell hätte begraben sollen.

Wir verstehen schon die neue Strategie von Capcom: Das kürzlich enthüllte Resident Evil 7 soll zurück zu den Wurzeln und damit meint Capcom wirklich die Wurzeln der Reihe. Resident Evil 7 soll Horror, nein, Survival-Horror werden! Wer die Action aus Resident Evil 5 oder 6 mochte, soll diese zukünftig in einem der Spinoffs finden.  In diesem Fall in Umbrella Corps. Während das neuste Resident Evil der Hauptreihe wieder ein Horror-Titel werden soll und wirklich vielversprechend aussieht, ist bei Umbrella Corps ein merkwürdiger Sprössling geworden.

Umbrella-Corps-The-Experiment-01

Szenario-Carpaccio

Das Szenario ist hauchdünn. Zwölf Jahre nach der Auflösung von Umbrella sind deren Forschungsergebnisse zum attraktiven Ziel für verschiedene Söldnertruppen geworden, die an diversen Schauplätzen der Serie genau danach suchen.  Über diesen Umstand wird man auf spektakuläre Art und Weise mittels Textfenster auf dem Ladebildschirm aufgeklärt. Das ist die Basis für die zwei Modi, die den Hauptbestandteil des Spiels bilden. Beim Hauptmenü angekommen findet ihr den Multiplayermodus sowie die Einzelspielervariante namens “Das Experiment”. Letzteres ist vergleichbar mit den Modi “Mercenaries” oder “Raid”, die Fans aus diversen anderen Serienteilen bekannt sein dürften. Das Sammelfieber und das extreme Durchkämpfen durch immer mehr und stärkere Gegnerhorden aus Resident Evil: Revelations 2 fehlen allerdings und damit auch die Glanzpunkte.

Das Entwicklerteam von Capcom hat es mit dem Experiment-Modus tatsächlich geschafft, das simple Raid-Prinzip noch weiter einzudampfen. Auf Maps, die Schauplätzen aus der gesamten Reihe nachempfunden sind, lauft ihr umher, tötet Zombies, um nahezu belanglose Items einzusammeln. Ende. Die Items sind wirklich größtenteils belanglos, da es sich überwiegend um optische Kosmetik handelt. Eine Map nach der anderen verpufft und geht so in öder Langeweile unter, was selbst den willensstärksten Einzelspieler nicht sehr lange vor den Bildschirm fesselt. Das Ganze ist im Prinzip ein zurecht gestutzter Horde-Modus, den man aus diversen anderen Shootern kennt.

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